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Posts mit dem Label "Rassismus" werden angezeigt.

Wie die Ruhrbarone Migranten zur Gefahr erklären

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TL;DR: Grevens Text erklärt gesellschaftliche Konflikte nicht, sondern übersetzt soziale Probleme in kulturelle Feindbilder. Migration wird zur Ursache für Unsicherheit, Gewalt und politischen Zerfall erklärt, während ökonomische Ungleichheit und politische Versäumnisse aus dem Blick geraten. Die Polemik zeigt, wie aus individuellen Straftaten kollektive Schuld konstruiert und Ängste politisch organisiert werden. Wie man in den Ruhrbaronen Migranten zur Gefahr erklärt – Über die Verwandlung sozialer Konflikte in kulturelle Feindbilder. Wie aus sozialen Konflikten kulturelle Feindbilder werden – und warum Ludwig Grevens Text weniger über Migration verrät als über die Krise nationaler Gewissheiten Ludwig Grevens Text „ Migranten: Härte statt Laissez-faire “ verfolgt eine ebenso einfache wie folgenreiche These: Die offene Gesellschaft werde nicht durch soziale Ungleichheit, politische Fehlentscheidungen oder ökonomische Verwerfungen bedroht, sondern durch Menschen, die von außen komm...

Der Anschlag auf den CSD und seine politischen Dolmetscher

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TL;DR;  Die Kolumne zeigt, wie ein islamistischer Anschlag auf den Berliner CSD von verschiedenen politischen Lagern vereinnahmt wird. Der Staat ersetzt mögliche Rechenschaft durch Trauerrhetorik, Rechte machen aus einem Täter eine Anklage gegen Muslime und Migranten, während Teile der Linken den islamistischen Hintergrund aus ihrem Weltbild herausfiltern. Gefordert wird eine Kritik, die Islamismus klar benennt, Rassismus zurückweist und den Opfern keine nachträgliche politische Identität aufzwingt. Ein islamistischer Anschlag trifft den Berliner CSD. Noch bevor die Opfer versorgt sind, beginnt der Wettbewerb um ihre weltanschauliche Verwertung. Eine Frau ist tot, 29 Menschen sind verletzt . Nach den zusammengetragenen Berichten steuerte ein Mann im Tiergarten einen Kleinbus in Menschen und griff anschließend Passanten mit einer Machete an. Der Tatverdächtige galt als Islamist , als Sympathisant des „Islamischen Staates“ und als polizeilicher Gefährder. Das ist der Kern. Er ist...

Der Mob erlässt die Verordnung, der Staat vollzieht sie

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TL;DR: Der 30. Juni 2026 markiert in Südafrika nicht nur das Ende eines von Aktivisten gesetzten Ultimatums gegen undokumentierte Migranten. Er zeigt, wie nationalistischer Straßendruck politische Wirklichkeit schafft: Während der Staat die Drohungen offiziell zurückweist, verschärft er gleichzeitig seine Maßnahmen gegen irreguläre Migration. Für die Betroffenen verschwimmt dadurch die Grenze zwischen Hetze und staatlichem Handeln – mit dramatischen Folgen.   Während fremdenfeindliche Aktivisten den politischen Takt vorgeben, reagiert der südafrikanische Staat mit Massenrazzien und Abschiebungen. Über das gefährliche Zusammenspiel von nationalistischer Mobilisierung und staatlicher Migrationspolitik. Es gibt Sätze, die in einer Demokratie eigentlich undenkbar sein müssten. Einer lautet : "Bis zum 30. Juni müssen alle illegalen Ausländer das Land verlassen." Nicht, weil ihn ein Parlament beschlossen hätte. Nicht, weil ein Gericht ihn ausgesprochen hätte. Sondern weil ein...

Südafrikas Regierung entwaffnet den Mob – indem er sein Programm übernimmt

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TL;DR: Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (ANC)   weist Selbstjustiz und fremdenfeindliche Gewalt zurück, übernimmt mit verschärften Abschiebungen, Grenzkontrollen und neuen Einwanderungsgesetzen jedoch wesentliche Forderungen der migrationsfeindlichen Bewegung. Statt die Ursachen von Arbeitslosigkeit und Ungleichheit anzugehen, macht auch er Migration zum Sündenbock.   Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (ANC) hat vor drei Wochen in einer Ansprache an die Nation Gewand. In ihr verurteilte er fremdenfeindliche und Rassistische Gewalt und übernahm dann zugleich fast das ganze Programm des Mobs, verschärft Einwanderungsrecht, Grenzschutz und Abschiebepolitik. In den letzten Monaten haben selbsternannte Bürgerwehren in Südafrika beschlossen, sie seien ab dem 30. Juni die Passbehörde der Republik. Wer einen fremden Akzent hat, soll verschwinden; wer fremd aussieht, muss sich ausweisen; wer keinen Zettel vorzeigen kann, verliert mitunter nicht nur seine Hütte, sondern sei...

Die Mitte im Europaparlament rückt nach rechts und nennt es Ordnung

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TL;DR: Der Kommentar kritisiert, dass Europas politische Mitte migrationspolitische Härte übernimmt und sie als Ordnungspolitik verkauft. Freiheitsentzug, Leistungskürzungen und Auslagerung in Drittstaaten werden dabei als Verwaltung normalisiert. Wenn Europa Freiheitsentzug ohne Straftat, Leistungskürzungen und Abschiebung in Drittstaaten als Verwaltung verkauft, bleibt vom Versprechen universeller Grundrechte nur noch Rhetorik. 418 Abgeordnete heben die Hand, und plötzlich soll es wieder vernünftig sein, Menschen einzusperren, die nichts getan haben, außer da zu sein. Zwei Jahre Haft. Nicht wegen einer Straftat. Nicht nach einem Urteil. Nicht einmal, weil Schuld festgestellt wurde. Sondern weil jemand bei der eigenen Abschiebung nicht ausreichend „mitwirkt“. Darin liegt die sprachliche Meisterleistung dieser Politik: Aus Zwang wird Kooperation, aus Freiheitsentzug Verwaltung, aus Entrechtung Ordnung. Der Rechtsstaat, so hat man es einmal gelernt, soll den Einzelnen vor der Will...

Zwischen Boulevardpanik und antizionistischem Ressentiment

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TL;DR: Kubicki liest eine BILD-Schlagzeile und ruft „Zeitbombe“. ‚Klassenkämpfer Markus‘ ruft „Rassismus“ und „Mossad“. Zwei Lager, ein Problem: Rechts ersetzt Analyse durch Alarm, Links Kritik durch Beschimpfung. Denken fällt zwischen Schlagzeile und Schimpfwort aus. Eine kleine Szene aus der deutschen Twitter-Provinz und das große Missverständnis der Gegenwart Aus der deutschen Twitter-Provinz erreicht uns wieder ein Lehrstück politischer Arbeitsteilung. Der eine sieht eine Schlagzeile der Bild und hört „alle Alarmglocken“. Der andere liest dieselbe Schlagzeile und hält schon die Existenz einer Studie für den Beweis des Rassismus. Dazwischen liegt kein Denken, sondern nur die Zeit, die der Daumen braucht, um „Posten“ zu treffen. Wolfgang Kubicki, der Mann für den freiheitlichen Ausnahmezustand mit Einstecktuch, entdeckt also eine Bild -Zeile: „Fast jeder zweite junge Muslim fühlt sich zum Islamismus hingezogen“. Schon ist „eine gesellschaftliche Zeitbombe“ gefunden. Man kennt ...