Die Demo der Migrantifa Rhein-Main – Antirassismus im Dienst Teherans?
TL;DR: „Stoppt den Zionismus, stoppt den Krieg“ titelt die Migrantifa und erklärt dabei ein Regime, das Frauen unterdrückt, Oppositionelle einsperrt und Menschen erschießt, zum Teil der „Befreiung“. Die Migrantifa-Demo in Frankfurt zeigt: Man kann gegen Krieg sein – und trotzdem für die falschen Regime „ Stoppt den Zionismus, stoppt den Krieg .“ Der Satz klingt nach Pazifismus. Nach zwei Absätzen merkt man: Gemeint ist etwas anderes. Der Krieg soll nicht aufhören. Er soll richtig zugeordnet werden. Der Aufruf erklärt: „ Wir erkennen an, dass der Iran und Palästina verbunden sind .“ Das ist weniger Erkenntnis als Bündnispolitik. Verbunden werden hier Dinge, die sich außerhalb solcher Texte meist gegenseitig ausschließen: Befreiung und Gottesstaat, Solidarität und Sittenpolizei, Widerstandsrhetorik und Gefängnisapparat. Das Wort „verbunden“ erledigt die Differenz. Der nächste Satz klärt den Zweck: „ Der Iran unterstützt seit Jahrzehnten den palästinensischen Befreiungskampf...