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Der „Versöhner“ Höcke und die Bühne „Weltwoche“

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TL;DR: Der Weltwoche-Podcast von Roger Köppel mit Björn Höcke wirkt weniger durch neue Inhalte als durch seine Inszenierung. Höckes bekannte Positionen erscheinen in einem intellektuellen, kultivierten Rahmen als legitime Kulturkritik statt als politische Radikalität. Kritisiert wird vor allem, dass das Interview zentrale Annahmen – etwa die Erzählung einer deutschen „Identitätskrise“ – weitgehend übernimmt und dadurch zur Normalisierung rechter Narrative beiträgt. Wie ein Gespräch politische Radikalität in intellektuelle Gelassenheit verwandelt   Wenn der Podcast der Zeitung Weltwoche Björn Höcke mit den Worten „ Ich bin der Versöhner “ Titelte, ist der Dreh schon gesetzt, bevor er den ersten Satz sagt. Das Interview beginnt mit Kulisse und Licht. Der Mann, der seit Jahren als einer der schärfsten Akteure der deutschen Rechten gilt, kommt nicht als Krawallmacher, nicht als Dauerprovokation, nicht als Funktionär einer Partei, deren Verhältnis zum demokratischen Pluralismus i...