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Am 15. April: Berlin tagt – Sudan verblutet

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TL;DR: Die Berliner Sudan-Konferenz am 15. April bringt internationale Akteure und sudanesische Zivilvertreter zusammen – jedoch ohne die Kriegsparteien SAF, RSF und die Regierung. Ziel ist es, humanitäre Hilfe zu stärken und zivile Lösungen zu fördern. Doch genau darin liegt das Problem: Ohne die bewaffneten Machtakteure droht politische Wirkungslosigkeit, mit ihnen wäre ihre Rolle legitimiert. Während in Berlin verhandelt wird, eskaliert im Sudan weiterhin eine der größten humanitären Krisen weltweit. Die Konferenz kann Aufmerksamkeit schaffen und Hilfe mobilisieren, aber keinen Frieden erzwingen. Sie steht damit exemplarisch für eine internationale Politik, die zwischen moralischem Anspruch und begrenzter Durchsetzungskraft gefangen bleibt.   Eine Konferenz über Frieden ohne die Kriegführenden, über Hilfe ohne Hebel und über Zivilität im Schatten der Gewehre Am 15. April, dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns im Sudan, trifft sich in Berlin, wer sich treffen kann: ...

Sudan schreiben – Anatomie eines Krieges in Fragmenten

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TL;DR:  Kurz vor dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns im Sudan habe ich meine Artikel aus dem  Jungle World -Blog „Von Tunis nach Teheran“ hier zusammengestellt, thematisch geordnet und jeweils kurz eingeordnet. Meine Texte begreifen den Sudan nicht als „Konflikt“, sondern als System: Gewalt, Hunger, sexualisierte Verbrechen, Ressourcenökonomie und internationale Verflechtungen greifen ineinander. Die Liste zeigt, wie sich daraus eine Analyse eines Krieges ergibt, der keiner einzelnen Logik folgt – sondern vielen zugleich.   Eine kommentierte Liste meiner Artikel zum Sudan aus dem Jungle world Blog „Von Tunis nach Teheran“ Die hier versammelten Blogtexte sind für mich keine lose Folge von Kommentaren zum Sudan. In ihrer Gesamtheit bilden sie den Versuch, ein analytisches Archiv eines Krieges zu schreiben, der sich einfachen Erklärungen entzieht. Während viele Darstellungen zwischen „Machtkampf“ und „Ethnienkonflikt“ pendeln, gehe ich einen anderen Weg: Ich zerlege den ...

Die Moral der Aufmerksamkeit

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TL;DR: Ich schreibe über die Linke, weil in ihren Funktionsträger mit Reichweite z. B. Antisemitismus normalisieren. Wenn selektive Empörung (z. B. Schweigen zum Sudan) und die Relativierung von Antisemitismus unwidersprochen bleiben, werden sie zur Normalität. Genau das will ich nicht. Warum ich über die Linke, ihre Funktionäre und linken Antisemitismus schreibe Warum schreibe ich so oft über „Die Linke“ oder über Personen wie Ulrike Eifler, Özlem Alev Demirel oder Nicole Gohlke? Es gibt die Erwartung, man müsse mit politischen Zusammenhängen, aus denen man kommt, irgendwann abschließen. Als wäre Kritik eine Phase, die man hinter sich lässt. Aber politische Öffentlichkeit funktioniert nicht so. Wer spricht, prägt. Und wer prägt, trägt Verantwortung – auch über den eigenen Kreis hinaus. Ich schreibe darüber nicht aus Nostalgie oder persönlicher Verbundenheit. Sondern weil diese Personen Funktionen haben: Parteivorstand, Bundestag, Europaparlament. Das sind keine privaten Räume...