Der Frieden der anderen – oder: Wenn Pazifismus nur gegen den Westen funktioniert
TL;DR: Der Berliner Ostermarsch-Aufruf spricht viel vom Frieden und verschweigt die Angreifer. Russlands Überfall auf die Ukraine fehlt, der Hamas-Terror vom 7. Oktober auch. Der Völkermord und das andauernde Abschlachten im Sudan sind den „Friedensfreunden“ kein Wort wert. Es liegt offenbar daran, dass dort weder NATO noch USA oder Israel als Schuldige auftreten. Ein Krieg ohne NATO und ohne Israel eignet sich für die Berliner „Friedensfreunde“ offenbar weniger für Demonstrationen. Übrig bleibt ein Pazifismus, der einzig Demokratien angreift und Despoten sowie Terroristen durch das Ignorieren ihrer Verbrechen hofiert. Über den Berliner Ostermarsch-Aufruf, der viel vom Frieden spricht und erstaunlich wenig vom Krieg. Es gibt Texte, die erklären wollen. Und es gibt Texte, die verraten mehr, als sie erklären. Der Aufruf der Friedenskoordination Berlin zum Ostermarsch 2026 gehört zur zweiten Sorte. Schon die Überschrift ist ein kleines Drama: „Kriegstüchtig und...