„Einfach mal die Klappe halten“, Frau Knaul?
TL;DR: Susanne Knaul rät zum Schweigen – natürlich nicht sich selbst. Josef Schuster dürfe denken, sogar recht haben, nur bitte nicht öffentlich sprechen. Denn wer als Präsident des Zentralrats redet, überschreitet für Susanne Knaul offenbar seine Zuständigkeit. Meinung ja. Stimme lieber nicht. Einfach mal die Klappe halten . Ein guter Rat. Nur richtet Susanne Knaul ihn nicht an sich selbst. Sie richtet ihn an Josef Schuster. Nicht ausdrücklich natürlich. Die Form bleibt höflich, der Ton moderat, der Gedanke aber ist klar: Schuster darf denken, vielleicht auch fühlen. Reden sollte er lieber nicht. Jedenfalls nicht über das, was er tatsächlich gesagt hat. Denn Knaul beginnt mit Verständnis. Sie schreibt: „Niemand nimmt Schuster das Recht, die Angriffe zu befürworten.“ Das klingt großzügig. Fast liberal. Doch der Satz funktioniert wie eine Tür, die nur kurz geöffnet wird, damit man sie gleich wieder schließen kann. Denn kaum ist das Recht zugestanden, folgt die Einschränkun...