Ein Platz für alle – nur nicht in den bestehenden Verhältnissen
TL;DR: Die im Juni 2026 neue gegründete jüdisch-arabische Partei „A Place for Us All“ (auf Hebräisch Makom Lekulanu , auf Arabisch Maku Kulanu ) erhebt Gleichheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit zum gemeinsamen politischen Programm. Gerade deshalb wirkt sie in einer Gesellschaft, die Juden und Araber politisch trennt, wie eine Provokation. Ihr größtes Risiko ist die Sperrklausel von 3,25 Prozent: Scheitert sie daran, könnten Stimmen der Opposition verloren gehen. Ihr größtes Potenzial liegt jedoch darin, junge palästinensische Bürger und arabische Frauen zu mobilisieren, die bisher nicht wählen wollten. Entscheidend ist daher nicht nur, ob die Partei in die Knesset einzieht, sondern ob Gleichheit überhaupt noch als realistische Politik gelten kann. Die im Juni neue gegründete jüdisch-arabische Partei „A Place for Us All“ verspricht nichts Utopischeres als Gleichheit. Dass dies in Israel bereits als politisches Wagnis gilt, sagt mehr über die Ordnung aus als über ihre Gegner. Am...