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Ceuta und der alte Verdacht im neuen Gewand

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TL;DR: Die Ceuta-Krise wurde zur Grundlage einer von Rechten und Linken verbreiteten Verschwörungserzählung, nach der Israel und die USA den Grenzansturm organisiert hätten. Der Artikel zeigt, wie aus politischen Spannungen vermeintliche Beweise werden und wie der alte Verdacht einer verborgenen jüdischen Macht im Vokabular des Antizionismus wiederkehrt. Entscheidend ist nicht die Härte der Kritik an Israels Politik, sondern ob sie konkrete Handlungen belegt oder Israel zum universellen Drahtzieher erklärt. Wie die Ceuta-Krise zur Projektionsfläche wurde – und warum aus Kritik an Israels Politik eine Theorie vom allmächtigen Drahtzieher werden kann Zehntausende Menschen durchbrachen am 30. und 31. Juli 2026 die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta; mindestens 57, später 67 Tote wurden gemeldet. Während spanische Behörden Schleusernetzwerke, soziale Not und die Fehlinterpretation eines Gerichtsurteils als Ursachen nannten, verbreiteten Politiker, Aktivisten und pro...

Die große Auslassung – Wie Die Linke-MdB Ulrich Thoden den Islamismus wegformuliert

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TL;DR: Die Presseerklärung von Die Linken-MdB Ulrich Thoden zum Anschlag auf den Berliner CSD verurteilt Hass, Spaltung und Rechtsextreme, verschweigt jedoch den islamistischen Hintergrund der Tat. Statt die Ideologie des Täters zu benennen, richtet sich der Fokus auf die Gefahr rechter Instrumentalisierung. Wer, wie Linken-MdB Ulrich Thoden, Islamismus aus falsch verstandener Rücksicht nicht klar benennt, schwächt die Verteidigung von Freiheit, Emanzipation und queeren Rechten. Ein islamistischer Terroranschlag auf den Berliner CSD erschüttert die Queers in diesem Land – doch in der Erklärung des Linken-Bundestagsabgeordneten Ulrich Thoden verschwindet die Ideologie des Täters hinter Floskeln über Vielfalt, Zusammenhalt und die Angst vor der falschen politischen Deutung Die Pressemitteilung von Die Linken-MdB Ulrich Thoden zum islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day ist ein Dokument politischer Verdrängung. Sie ist der Versuch, über einen religiös motivie...

Wie die Ruhrbarone Migranten zur Gefahr erklären

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TL;DR: Grevens Text erklärt gesellschaftliche Konflikte nicht, sondern übersetzt soziale Probleme in kulturelle Feindbilder. Migration wird zur Ursache für Unsicherheit, Gewalt und politischen Zerfall erklärt, während ökonomische Ungleichheit und politische Versäumnisse aus dem Blick geraten. Die Polemik zeigt, wie aus individuellen Straftaten kollektive Schuld konstruiert und Ängste politisch organisiert werden. Wie man in den Ruhrbaronen Migranten zur Gefahr erklärt – Über die Verwandlung sozialer Konflikte in kulturelle Feindbilder. Wie aus sozialen Konflikten kulturelle Feindbilder werden – und warum Ludwig Grevens Text weniger über Migration verrät als über die Krise nationaler Gewissheiten Ludwig Grevens Text „ Migranten: Härte statt Laissez-faire “ verfolgt eine ebenso einfache wie folgenreiche These: Die offene Gesellschaft werde nicht durch soziale Ungleichheit, politische Fehlentscheidungen oder ökonomische Verwerfungen bedroht, sondern durch Menschen, die von außen komm...

Der Hauptfeind und die roten Gespenster

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TL;DR: Der Streit zwischen Fabian Lehr und Neo-Avantgarde zeigt zwei Schwächen der deutschen Linken: geopolitisches Lagerdenken und moralische Ausgrenzung. Eine glaubwürdige dritte Position müsste deutsche Aufrüstung ebenso ablehnen wie russischen Nationalismus und autoritäre Repression. Taktische Zusammenarbeit darf dabei weder mit Gefolgschaft noch mit politischer Reinheit verwechselt werden. Wie der Streit zwischen Fabian Lehr und Neo-Avantgarde mehr über die Krise der Linken verrät als über Russland Es gibt politische Milieus, die über Strategien, Programme und Macht streiten. Und es gibt politische Milieus, die sich gegenseitig zu Faschisten erklären. Die deutsche Linke des Jahres 2026 scheint entschlossen, beide Wege gleichzeitig zu gehen. Der Anlass wirkt zunächst klein: zwei YouTube-Videos – „ ROTE FASCHISTEN (außer Fabian Lehr) “ vom Kanal Neo-Avantgarde, veröffentlicht am 26. Juli 2026, und die zwei Tage später erschienene Antwort „ Sind die DKP und ich rote Faschisten...

Putin, die AfD und der CSD-Anschlag: Die Anatomie eines Verschwörungsmythos

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TL;DR: Obwohl der Marxismus Verschwörungsmythen traditionell als verkürzte Welterklärungen ablehnt, verbreitet der linke Influencer DerDara in einem Video zum Anschlag auf den Berliner CSD selbst eine Erzählung über vermeintliche Verbindungen zwischen Islamismus, AfD und Kreml. Der Fall zeigt, wie ideologische Weltbilder konkrete Ereignisse umdeuten und politische Dramaturgie an die Stelle von Beweisen setzen. DerDara zeigt, wie politische Weltbilder reale Ereignisse umdeuten und aus Tatsachen Verdachtsmomente machen. Der klassische wie der moderne Marxismus begegnen Verschwörungsmythen traditionell mit Skepsis. Während Verschwörungserzählungen gesellschaftliche Entwicklungen auf das geheime Handeln einzelner Personen oder Gruppen zurückführen, richtet sich der marxistische Blick auf wirtschaftliche Strukturen, Klassenverhältnisse und die Zwänge des Kapitals. Ausbeutung, Konkurrenz und soziale Ungleichheit entstehen demnach nicht aus finsteren Geheimabsprachen, sondern aus den off...

Die Toten des CSD und ihre politischen Erben

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TL;DR: Der Anschlag auf den Berliner CSD war eine gezielte islamistische und queerfeindliche Tat. Wer daraus eine Anklage gegen Muslime und Migration macht, betreibt rassistische Verallgemeinerung. Wer den islamistischen Hintergrund aus Angst vor rechter Vereinnahmung verschweigt, verweigert die notwendige Analyse. Und wer die Tat zum Vorwand für mehr Überwachung und staatliche Kontrolle nimmt, schützt nicht die Freiheit, sondern baut sie ab. Eine glaubwürdige linke Antwort muss Islamismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit zugleich bekämpfen und die Betroffenen ins Zentrum stellen. Wie Rechte, Regierung und Teile der Linken den Anschlag auf den Berliner CSD für ihre jeweilige Wahrheit zurechtlegen – und dabei die Angegriffenen aus dem Blick verlieren Kaum war das Blut auf dem Asphalt des Berliner Christopher Street Day getrocknet, hatte die Republik bereits ihre alten Rollen verteilt. Die Rechten wussten, dass die Migration schuld sei. Die Regierung wusste, dass unsere offene Gese...

Die falschen Freunde der Freiheit

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TL;DR: Die Kolumne kritisiert zwei Lager, die Freiheit durch Bündnistreue ersetzen: Teile der Linken verklären autoritäre und islamistische Kräfte, sobald diese gegen Israel oder den Westen auftreten. Zugleich macht die JFDA aus Parolen vorschnell Tatbeweise und erklärt den deutschen Rechtsstaat zur moralischen Gegenwelt. Beide Seiten vermeiden die entscheidende Frage: Woran lassen sich politische Verbündete messen, wenn nicht an ihren tatsächlichen Zielen und Taten?   Wie Lagerdenken aus Reaktion Befreiung macht – und aus Deutschland gleich noch deren Schutzmacht Freiheit hat viele Freunde, besonders unter denen, die sie anderen nicht gönnen. Die einen marschieren unter Regenbogenfahnen und erklären Regime zu Verbündeten, die Homosexuelle verfolgen. Die anderen sehen darin den Beweis, dass der deutsche Staat schon deshalb emanzipatorisch sei, weil seine Gegner es nicht sind. So treffen sich zwei Lager, die einander verachten, in derselben Denkform: Politik heißt, den richtig...