Posts

Posts mit dem Label "Die Linke Baden-Württemberg" werden angezeigt.

Warum ich Die Linke nicht wähle – obwohl der Wahl-O-Mat es mir nahelegt

Bild
TL;DR: Warum ich Die Linke Baden-Württemberg nicht wähle – trotz 100 % Wahl-O-Mat:  Wer Antisemitismus im eigenen Milieu verharmlost oder übersieht, verliert den emanzipatorischen Anspruch. Sozialpolitik teile ich. Geschichtsbewusstsein fehlt. Antifaschismus ohne Juden bleibt leer. Warum ich trotz 100 % Übereinstimmung im Wahl-O-Mat die Linke in Baden-Württemberg nicht wählen werde Der Wahl-O-Mat ist ein merkwürdiges Instrument. Er misst politische Nähe wie ein Thermometer Fieber: in Grad, nicht in Gründen. Mein Ergebnis ist seit Jahrzehnten stabil. Die höchste Übereinstimmung: Die Linke. Und dennoch werde ich sie diesmal nicht wählen. Nicht trotz, sondern wegen dieses Ergebnisses. Denn selten hat ein politischer Befund so klar gezeigt, dass Übereinstimmung in Positionen nicht dasselbe ist wie Übereinstimmung in Prinzipien. Die Broschüre Was ist Sozialismus heute? von Bernd Riexinger und Raul Zelik liefert eine Art theoretischen Hintergrund für das, was sich programmatis...

Wenn der "Antiimperialismus der dummen Kerls“ was gutes an „Die Heimat“ findet

Bild
  TL;DR: Wenn ein LINKEN-Kandidat Neonazis für „antiimperialistische Werte“ lobt & Israel „Siedlerkolonialismus“ vorwirft, stellt sich nicht nur die Frage nach seiner Haltung – sondern nach der seiner Partei. Antifaschismus beginnt mit dem Nein zur Querfront. Ein Instagram-Dialog entlarvt: Wie ein Kandidat der LINKEN Baden-Württemberg im Namen der Palästinasolidarität Begriffe verdreht, Neonazis rhetorisch rehabilitiert – und dabei politische Grundsätze verrät. Wer? Marlon Käsemann, war Landessprecher der Solid, ist Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität und Direktkandidat im Wk37 Wiesloch-Walldorf. Was? Zwei Instagram-Kommentare unter einem politischen Beitrag. Wann und Wo? Veröffentlicht öffentlich sichtbar auf Instagram. Warum relevant? Weil ein linker Spitzenfunktionär dort in wenigen Sätzen zeigt, wie tief die ideologische Krise eines Teils der deutschen Linken reicht. Es beginnt mit einem Satz von Hannah Akgül alias ‚ hanuta131...

Solidarität bis zur Geschichtslosigkeit

Bild
TL;DR: Wenn der Holocaust zur Metapher wird, bleibt vom Antifaschismus nur Pose. Was Martha Chiara Wüthrich, die Linksjugend ['solid]  und die Linke Baden-Württemberg zeigen: Erinnerung ist in der Linken verhandelbar geworden. Wie Teile der Linken den Holocaust relativieren – und sich dabei für besonders antifaschistisch halten. „ Das ist ein Völkermord. Das ist ein Holocaust. Das ist der Holocaust! “ Drei Sätze, gesprochen in die Kamera eines Smartphones. Gesagt von Martha Chiara Wüthrich, Sprecherin der Linksjugend ['solid], in einem TikTok-Video, das schneller gelöscht wurde, als man „historische Verantwortung“ buchstabieren kann. Wer so redet, hat nicht nur das politische Urteilsvermögen verloren – sondern auch jeden Maßstab für Geschichte. Die Relativierung der Shoah – von rechts bekannt, von links bagatellisiert Holocaustrelativierung wird in der Regel dem rechtsextremen Lager zugeordnet – dort ist sie beheimatet. Doch auch in Teilen der Linken hat sie längst...

Die Linke Baden-Württemberg will die Welt retten – nur nicht den jüdischen Teil davon

Bild
TL;DR:  Die Linke BW will die Welt retten – nur nicht den jüdischen Teil davon.  Antifaschistisch für alle, außer konkret für jüdisches Leben. W er die Shoah nicht nennt, meint sie nicht.  Und wer alle meint, aber Juden nur mitmeint – meint am Ende: sich selbst. Die Linke Baden-Württemberg will die Welt retten – nur nicht den jüdischen Teil davon Autorenzeile: Sie gibt sich antifaschistisch – als Partei „für alle“. Nur nicht für jüdisches Leben. Es gibt eine Stelle im Programm der Linken Baden-Württemberg zur Landtagswahl 2026 , da ahnt man, was nicht gemeint ist. Es steht da harmlos und wohlmeinend: „ Wir verteidigen die Rechte jüdischer Menschen, Muslim*innen und anderer Minderheiten, wenn sie wegen ihrer Religion oder Weltanschauung diskriminiert werden. “ (Z. 2031) Eine Zeile. Für eine Geschichte, die ganze Bibliotheken füllt. Aber: Kein Zufall. Keine Auslassung. Kein Versehen. Es ist Methode – oder, um es im Stil der Partei zu sagen: intersektional inkonsequent. ...