Posts

Posts mit dem Label "Thomas Blum" werden angezeigt.

Zu „Junge Welt: Ein Geschäft, auf das man Bock haben muss“ von Thomas Blum, erschienen im nd am 16.02.2026

Bild
TL;DR: Thomas Blum schreibt mit „Junge Welt: Ein Geschäft, auf das man Bock haben muss“ keinen Verriss des Dokumentarfilms „Träume und andere Realitäten“ der junge Welt, sondern eine Anklage: Gegen einen Film, der „Dialektik“ sagt und Widerspruch meidet. Seine Kritik an der „Jungen Welt“ zielt nicht auf Parteilichkeit, sondern auf Intransparenz. Weniger Pose, mehr Streit – das ist sein Maßstab. Thomas Blum schreibt keinen Verriss. Er schreibt eine Anklage. Und Anklagen leben vom Maßstab, den sie setzen. Thomas Blum beginnt mit einer Vorahnung. „ Manchmal geschieht es, dass man, bevor der Film beginnt, als Zuschauer bereits ahnt, was auf einen zukommt .“ Das ist kein billiger Effekt, sondern eine Setzung: Erwartung als Erkenntnisinstrument. Wer einen Film über die „Junge Welt“ sieht, so Blum, sieht nicht nur Bilder, sondern ein Selbstverständnis. Er beschreibt die Eröffnung mit Ulbricht, mit „rotierenden Druckmaschinen“, mit der „Aktuellen Kamera“. Das ist mehr als Spott über Ästh...