Issa Remmo, ein jüdische Gütesiegel und Linker Antisemitismus
TL:DR: Der Besuch Issa Remmos auf einer öffentlichen Wahlparty beweist keine politische Nähe zur Linken. Interessanter ist, wie die Partei über sich selbst spricht: Wenn eine jüdische Kandidatin als Beleg für „Diversität“ präsentiert wird, wird ausgerechnet ihre Herkunft zum politischen Gütesiegel. Wer beurteilen will, ob die Linke ein Antisemitismusproblem hat, sollte deshalb weniger auf Partygäste als auf Aussagen, Bündnisse und politische Praxis schauen. Issa Remmo auf einer Wahlparty beweist wenig. Aussagekräftiger wird es, wenn eine jüdische Kandidatin zum Diversitätsnachweis ihrer Partei gerät. Über Antisemitismus, Tokenismus und die sonderbare linke Sehnsucht nach dem richtigen Gütesiegel. Ja, die Berliner Linke hat eine Antisemitismusdebatte. Aber der Besuch Issa Remmos auf einer ihrer Wahlpartys beweist ungefähr so zuverlässig politische Nähe wie der Besuch eines Taschendiebs im KaDeWe dessen Geschäftsmodell. Die Feier war öffentlich zugänglich, Remmo nach Angaben...