In eigener Sache
TL;DR: Wenn Rechte meine linke Kritik "auf den Punkt bringen", bleibt vom Punkt meist nichts übrig – außer Schlagzeile, Soundbite und Strategie. Analyse wird zur Munition, Inhalt zur Camouflage. Reaktion auf die Aneignung eines Artikels von mir: not amused. Zur rhetorischen Zweitverwertung linker Kritik im postideologischen Gewand Als Alexander Surowiec, Betreiber jener Online-Plattform, die sich „Fass ohne Boden“ nennt – wobei der Name ungewollt mehr über den Zustand des publizistischen Niveaus als über investigative Absicht verrät – unlängst in die Timeline twitterte, dürften manche Leser*innen Jungle World und ihres Blogs ‚ Von Tunis nach Teheran ‘ irritiert am Kaffee genippt haben. Nicht wegen der Polemik – die kennt man –, sondern wegen der Adressierung. „ Endlich mal kein diplomatisches Geschwafel. Wir habenIhre Analyse zu den Emiraten aufgegriffen und für unsere Leser brutal auf denPunkt gebracht. “ Die Analyse, auf die Bezug genommen wird – ein Beitrag von...