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Die falsche Wahl zwischen Flagge und Frömmigkeit

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TL;DR: Die Kolumne analysiert den 7. Oktober und seine politischen Nachwirkungen als Offenbarungseid einer Gegenwart, in der Antisemitismus, Islamismus, rassistische Staatsräson und identitäre Linkspolitik sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern auf fatale Weise aufeinander bezogen sind. Sie kritisiert die Relativierung des Hamas-Massakers in Teilen der Linken ebenso wie die deutsche Neigung, Antisemitismuskritik in Repression, Abschottung und nationale Selbstentlastung zu verwandeln. Im Zentrum steht die Verteidigung einer emanzipatorischen Position, die weder antisemitische Gewalt als Widerstand verklärt noch antimuslimischen Rassismus als Aufklärung ausgibt.   Wie nach dem 7. Oktober aus Analyse Lagerkunde wurde und aus Kritik ein Geschäft mit der Moral Es gibt Sätze, die so geschniegelt auftreten, dass man schon an ihrer Frisur merkt, dass sie lügen. Einer davon lautet: Jetzt müsse man sich eben entscheiden. Für Israel oder für Palästina. Für Sicherheit oder für Mens...

Weder Kalifat noch Vaterland. Sondern Selbstbestimmung. Für alle.

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TL;DR:  Weder Kalifat noch Vaterland. Islamismus ist keine Befreiung, sondern Reaktion: auf Elend, Entfremdung und Hoffnungslosigkeit. Wer emanzipatorisch sein will, braucht Klassenanalyse, Feminismus, Solidarität – nicht Kulturrelativismus oder Schweigen. Ein Beitrag zur linken Islamismuskritik In den Ruinen der Geschichte wuchert das Unkraut. Wo einst der kategorische Imperativ von Karl Marx – „Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“  zur Leitidee der Kritik von Religion und Gesellschaft erhoben wurde, vegetiert heute in Seminarräumen eine Debattenkultur, die den politischen Kompass verloren hat. Statt Klassenanalyse und materialistischer Kritik an ideologischer Verblendung dominiert die Furcht vor falschen Zuschreibungen – und die Fixierung a...

Hanna Hansen predigt in Bielefeld – Rechte toben, Linke schweigt

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 TL;DR:  Salafisten-Influencerin Hanna Hansen predigt am 13.9. in Bielefeld. Rechte toben, Linke schweigt. Zwischen Kalifat-Show und Nationalkitsch fehlt die emanzipatorische Antwort: Gegen Islamismus und Rechtspopulismus. Für Selbstbestimmung statt Schleier oder Fahne. Zwischen Islamismus-Show und rechter Gegenmobilmachung steht die linke Sprachlosigkeit. Eine radikale Salafistin auf Tour – und niemand hält dagegen. Weder Gott noch Kalifat, dafür viel Polizei und noch mehr Hilflosigkeit auf der emanzipatorischen Seite. Bielefeld, 13. September : Im ostwestfälischen Bielefeld soll sie auftreten – Hanna Hansen , geboren als Viktoria Stadtlander, Ex-Model, Ex-DJane, Ex-Kickbox-Weltmeisterin. Heute ist sie laut Verfassungsschutz "eine Schlüsselfigur der salafistischen Szene in Deutschland". Veranstalter: die Schweizer Organisation „Islamic Power“. Die Polizei? Ist informiert. Der NRW-Verfassungsschutz? Auch. Die emanzipatorische Linke? Überfordert, abwartend – oder schweigen...