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Dekarldent und „Das Ende der Partei Die Linke“

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  TL;DR Nicht  der Antrag der Parteiführung von DIE LINKE gegen jede Form von Antisemitismus ist skandalös, sondern die Dekarldents Reaktion darauf. Ein Bekenntnis gegen Antisemitismus, zur jüdischen Selbstbestimmung und zum Existenzrecht Israels ist kein Bruch mit linker Politik, sondern politischer Mindeststandard. Dass Dekarldent dies als „Freitod“ der Partei deutet, zeigt vor allem eine tiefe Krise der Urteilskraft in Teilen der Linken. Im Zentrum der Kritik steht Dekarldents Redeweise: große moralische Begriffe wie „Völkermord“, „Kolonialstaat“ oder „Zionismus“ werden mit maximaler Gewissheit benutzt, aber ohne hinreichende Differenzierung. Die Kolumne hält dagegen, dass politische Analyse nicht aus Empörung besteht, sondern aus Unterscheidungen: zwischen Israelkritik und Dämonisierung, zwischen Staat und Regierung, zwischen Antizionismus und antisemitischen Mustern. Teile der deutschen Linken haben im Streit über Israel nicht bloß einen politischen Konflikt, son...