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Keine Bomben - keine Analyse

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TL;DR: „Keine Bomben!“ ruft die Antikapitalistische Linke – und erklärt den Krieg zur Weltformel des Imperialismus. Moralisch eindeutig, analytisch dünn. Wer alles mit Hegemonie erklärt, erspart sich die Mühe des Denkens. Parolen ersetzen keine Politik. Wie die Antikapitalistische Linke den Krieg gegen die iranische Diktatur zur imperialistischen Weltformel erklärt Es ist ein beruhigendes Gefühl: Man kann gegen alles sein. Gegen Bomben sowieso. Gegen „US-Imperialismus“. Gegen „israelischen Kolonialismus“. Gegen Monarchisten, gegen Mullahs, gegen Hegemonie. Man kann sogar gegen „Weltneuordnungskriege“ sein. Und während man so umfassend Nein sagt, bleibt man moralisch sauber, politisch eindeutig, gedanklich unangreifbar – weil man gar nicht erst in die Nähe einer Zumutung kommt: der Wirklichkeit. Die Stellungnahme der Antikapitalistischen Linken vom 1. März 2026 trägt den Titel: „Sofortiger Stopp der Intervention im Iran! Keine Befreiung durch US-amerikanische Bomben!“ Der Titel...

Marx21: Antiimperialismus als Persilschein für Gotteskrieger

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TL;DR: „Es gibt nichts Sektiererisches als den Hass auf Amerika – außer vielleicht die Liebe zu seinen Feinden.“ Wer, wie Marx21 die Huthis als antiimperialistische Helden feiert, weil sie Israel beschießen, verkennt: Fanatismus bleibt Fanatismus – auch wenn er sich als Solidarität tarnt. „Es gibt nichts Sektirerisches als den Hass auf Amerika – außer vielleicht die Liebe zu seinen Feinden.“ - Hermann L. Gremliza - Es gehört zu den tragisch-komischen Paradoxien linker Medien, dass dort, wo die Kritik an westlicher Macht am lautesten tönt, das Urteil über ihre Feinde am leisesten flüstert – oder gleich ganz verstummt. Der Text „Jemen: Kriegsschauplatz imperialer Interessen und humanitärer Katastrophen“ von Maximilian Krippner auf Marx21 liefert ein Musterbeispiel jener politischen Optik, in der der Blick nach Washington scharf wie ein Scharfschützenvisier ist, während im Rückspiegel von Saʿda das Schattenspiel theokratischer Herrschaftsformen verschwimmt – bis zur Unkenntlichkeit...