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Posts mit dem Label "Antifaschismus" werden angezeigt.

Eric Gujers Freispruch der AfD

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TL;DR: Die Kolumne kritisiert Gujer Artikel in der NZZ „Der antifaschistische Konsens gegen die AfD ist eine Lüge. Davon profitieren nur Linksextreme und Antisemiten“ dafür, reale linke Gewalt und linken Antisemitismus nicht zu verharmlosen, sondern zu instrumentalisieren: Sein Text misst mit zweierlei Maß, entlastet die AfD und macht die demokratische Mitte zur Helferin linker Extremisten . Wie Eric Gujer linke Zumutungen gegen die AfD mobilisiert und dabei den Antifaschismus auf die Anklagebank setzt Eric Gujers Text „ Der antifaschistische Konsens gegen die AfD ist eine Lüge “ stört nicht deshalb, weil er linke Gewalt, Antisemitismus und politische Verrohung benennt. Genau das ist nötig. Wer Journalisten angreift, Veranstaltungen von Demokraten mit Gewalt verhindern will oder „Israel verrecke“ ruft, verteidigt die Demokratie nicht. Er beschädigt sie. Das Problem liegt an anderer Stelle: Diese Kritik wird bei Gujer zum Entlastungsstück für die AfD. Schon die Überschrift gibt...

Die Müllabfuhr der Begriffe

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TL;DR: Pantisanos Gleichsetzung von CDU, AfD und Faschisten wirkt kämpferisch, ist aber analytisch schwach. Wer alle Unterschiede zwischen Konservatismus, Rechtsextremismus und Faschismus einebnet, entwertet den Faschismusbegriff und schwächt die eigene Kritik. Luigi Pantisano erklärt CDU, AfD und Faschisten kurzerhand für unterschiedslos. Das klingt radikal, ersetzt aber Analyse durch Parole. Luigi Pantisano, designierter Vorsitzender der Linkspartei, hat erklärt, es gebe „gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Das ist einer jener Sätze, die im Saal zuverlässig Wärme erzeugen: Applaus, Zustimmung, das gute Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen. Zur Erkenntnis trägt er wenig bei. Denn schon die Grammatik weiß mehr als ihr Autor. Pantisano zählt drei Dinge auf: die CDU, die AfD und „die Faschisten selbst“. hielte er, was zutreffend wäre, AfD und Faschisten für deckungsgleich, hätte er sich den Umweg spa...

„Antifa bedeutet Palästina?“ – Wenn der Palästina-Nationalismus gegen Antifaschist *innen marschiert

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TL;DR: Am 17. Januar marschieren palästinabezogene Gruppen nicht gegen Rechte, sondern gegen die Antifa in Leipzig-Connewitz. Ihr Ziel: linke Orte wie das Conne Island. Wer Antisemitismus kritisiert, wird zum Feind erklärt. Ein Angriff auf emanzipatorische Linke. Für den 17. Januar 2026 kündigt die Gruppe „Handala“ gemeinsam mit anderen palästinabezogenen Bündnissen einen Protestmarsch durch Leipzig-Connewitz an – nicht gegen Rechte, nicht gegen Nazis, sondern gegen jene Antifa und emanzipatorische Linke, die sich der Israelfeindschaft verweigert. Ein Bericht über linke Selbstzerlegung im Namen des Widerstands. Am 17. Januar 2026 , einem Wintertag in Leipzig, soll laut einem Aufruf unter dem Titel „ Antifa bedeutet freies Palästina “ eine Demonstration durch Connewitz ziehen – jenen Stadtteil, der seit Jahrzehnten als links, widerständig, antifaschistisch gilt und in Sachsen zugleich das Feindbild schlechthin der Rechten bildet: vom konservativen Spektrum über BSW und AfD bis h...

Zum 9. November heißt es ‚Nie wieder‘ – doch für viele Linke gilt das nicht für Zionisten

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TL;DR: Wenn in der Linken „Zionisten raus aus Deutschland!“ getwittert wird – und der Skandal ist der, der das kritisiert –, dann ist Erinnerung nur noch Pose. Eine Glosse über Antisemitismus, linke Selbstgerechtigkeit und den Verrat am Antifaschismus. Am 9. November 1938 hätte jene letzte Spur von Mitgefühl, Anstand oder moralischem Restverstand in der deutschen Gesellschaft vielleicht noch einmal gegen das kommende Unmenschliche auflehnen können – doch sie zögerte nur und verschwand. Ab diesem Tag begann das Morden offen. 87 Jahre später veröffentlicht Die Linke zum selben Datum einen Tweet mit allen Zutaten der staatsfrommen Erinnerung: Betroffenheitslyrik, Pflichtpathos, ein Hauch Widerstand und, selbstverständlich, die frohe Botschaft: „in der Antisemitismus keinen Platz hat.“ Dass ausgerechnet unter diesem Text ein Parteimitglied das Bedürfnis verspürt, den „Zionisten“ die Tür zu weisen – nicht zur Diskussion, sondern aus dem Land –, könnte man für einen ironischen Betrieb...

Schmirenteater bei Salve.tv: Dehm & Höcke – Querfrontfolklore fürs Publikum

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TL;DR:  Dehm und Höcke: ein vermeintlicher Linker & ein Faschist mit Sendungsbewusstsein. Was als Dialog posiert, dient als Vertriebskanal für Querfrontromantik. Der eine wärmt sich am rechten Feuer, der andere tarnt sich im Mantel des Demokraten. Verständigung? Nein. Tarnung.     Ein vermeintlicher Linker der sich an Rechten wärmt und ein Faschist, der sich demokratisch gibt. Dehm und Höcke nennen es Dialog. In Wahrheit: Querfrontfolklore fürs Publikum. Die Frage, ob Diether Dehm nun endgültig übergelaufen ist oder nur wieder mal die Richtung verwechselt hat, erübrigt sich nach diesem Gespräch nicht. Sie stellt sich neu. Was sich nicht neu stellt, ist die Funktion solcher Dialogformate: Als Bühne für die Reinigung rechter Positionen im milden Dampf linker Nostalgie. Auf Salve.tv, einem regionalen Sender mit globalem Größenwahn, diskutiert der frühere Bundestagsabgeordnete und selbsterklärte Marxist Dehm mit Björn Höcke, dem wohl gerichtsbekanntesten Sprachroh...

Vom antifaschistischen Realismus in Zeiten parteipolitischer Pose

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TL;DR:   Antifaschismus heißt: Kärrnerarbeit vor Ort statt das Banner ideologischer Reinheit zu schwenken.  Carsten Labudda  zeigt auf dem Parteitag der Die Linke Baden-Württemberg, warum Kompromisse kein Verrat sind – sondern Voraussetzung für Mehrheiten gegen rechts . Zur Rede von Carsten Labudda, auf dem Landespatteitag  Baden-Württemberg  am Letzten Wochenende in der Filderhalle einem jener Menschen, die ich bis heute in der Partei „Die LINKE“ meine Genoss * innen zu nennen die Ehre habe. Carsten Labudda, Genosse mit Kreistagssitz und Klartextlizenz, hielt auf dem Landesparteitag der LINKEN in Baden-Würtenberg eine Rede, die sich nicht damit begnügte, die richtigen Worte zur rechten Zeit zu finden – sondern darauf bestand, dass das Richtige auch gesagt werden muss, selbst wenn es auf kein Plakat passt. Was er sagte, war kein Sturm der Empörung, sondern ein kontrollierter Einschlag – mit Ansage. Labudda diagnostiziert, was viele Linke nicht einzugestehe...

Die kalte Front der Solidarität: Wie die Linke in Neukölln ihren antifaschistischen Kompass verliert

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  TL;DR: „Völkermörder!“ – So empfängt die Neuköllner Linke den israelischen Bürgermeister. Gedenkminute zum 7.10? Boykottiert. Solidarität mit den von Antisemiten bedrohten „Bajszel“? Verweigert. Antifaschismus? Nur, wenn er ins Weltbild passt. Ein Linker Offenbarungseid.   Über eine ehemals Antifaschistische Partei oder wie postkoloniale Rhetorik und ideologische Scheuklappen in Neukölln den Antifaschismus entkernen.   Es beginnt mit einem Pöbelruf:  „ Völkermörder! “  – keine Parole am Rand einer Demo, sondern die Begrüßung für einen israelischen Bürgermeister im Rathaus Neukölln. Ort: Bezirksverordnetenversammlung. Zeit: Mittwochabend. Anlass: Städtepartnerschaft mit Bat Yam. Der Vorfall: ein Eklat. Der Urheber: Ahmed Abed, Fraktionsvorsitzender der Linken, palästinensische Wurzeln, wiederholt als Redner bei Demos mit brennenden Israelfahnen aktiv. Zielscheibe: Tzvika Brot, Bürgermeister einer israelischen Stadt, Mitglied des Likud, Begleiter von Bod...

Wenn das Gedenken von Özlem Alev Demirel an dem 7.10. zum Gleichmacher wird

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TL;DR:  Am 7. Oktober wurden über 1000 Menschen ermordet – wegen ihres Jüdischseins. Wenn  Özlem Alev Demirel  da von „allen Opfern“ spricht und Hamas, Antisemitismus und Massaker verschweigt, hat sich entschieden. Nicht für die Opfer. Antifaschismus geht anders. Am 7. Oktober jährt sich nicht irgendein Tag im Kalender der Gewalt. Es ist der Tag, an dem – zum ersten Mal seit der Shoah – in einem Pogrom über 1000 Jüdische Menschen ermordet, vergewaltigt, verschleppt wurden – nicht trotz, sondern wegen ihres Jüdischseins. Dass Özlem Alev Demirel diesen Tag nutzt, um in einem salbungsvollen Tweet von „allen Opfern“ zu sprechen, wäre noch kein politisches Vergehen – wenn es nicht genau das wäre. „ Heute gedenke ich allen Opfern desNahostkonflikts. Derer des 7. Oktober, derer davor und danach. “ Wer so spricht, hat sich entschieden. Nicht etwa für die Opfer eines antisemitischen Vernichtungswillens, sondern für eine politische Hygieneformel, die aus Mord ein abstrakte...