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Antifaschistische Restvernunft mit rotem Rückgrat: Ein Nachsatz zu #le1701

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TL;DR: #le1701 war keine Machtdemonstration der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa, sondern ihr Offenbarungseid. Während rechte Querfrontfilmer durch die reihen der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa liefen und Live Berichteten, stand Antifa-Connewitz mit Rückgrat vor dem linXXnet. Klartext statt Querfront. Stabil statt verschwurbelt. In Leipzig demonstriert Die Linke Sachsen, unterstützt von Linken Funktionär*innen und Mandatsträger*innen aus dem Rest der Republik  sowie der BAG Shalom  vor dem #linxxnet antifaschistische Solidarität – gegen eine „pro-palästinensische“ Anti-Antifa Demonstration – angemeldet von der stellv. BSW-Geschäftsführerin im Leipziger Stadtrat. Sie bleiben politisch stabil an einem Schauplatz mit Widersprüchen, die nicht nur semantischer Natur sind. Während sich  am Connewitzer Kreuz ein Trupp von maximal 300 „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa- Aktivist*innen– mobilisiert von Handala Leipzig, Lotta_antifa und der BAG Palästinasolidarität...

Ein Twitch-Live-Talk als ideologischer Offenbarungseid

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TL;DR: Eine Parteiarbeitsgemeinschaft der Linken mobilisiert gegen das Fundament der Partei in Leipzig: gegen Antifaschismus, parteinahe Räume, gegen Connewitz. Solidarität gilt nicht Opfern, sondern Täter-Narrativen. Die Umkehrung der Geschichte – live auf Twitch. Ein Twitch-Live-Talk, zwei Bundessprecher der BAG Palästina-Solidarität in der Partei Die Linke – und die Rhetorik der Umkehr Im Dezember 2025, wenige Wochen vor einer für den 17. Januar 2026 angekündigten Demonstration im links geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz unter dem Motto „Antifa bedeutet freies Palästina“ , treten zwei Mitglieder der Basisarbeitsgemeinschaft Palästina-Solidarität (BAG PaliSoli) der Partei Die Linke in einem Twitch-Livestream mit dem linken Streamer naitan auf: Marlon Käsemann , war Landessprecher der Solid und ist Direktkandidat im Wahlkreis 37 Wiesloch, und Thies aus dem Kreisverband Oldenburg/Ammerland in Niedersachsen. Der Live-Talk dauert knapp zwei Stunden – ein Format, das nach D...

Die Dialektik der Selbstzerstörung

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TL;DR: BAG Shalom will Antisemitismus in der Linken bekämpfen – Parteivorstandsmitglied Eifler nennt das eine „Kampfansage“. Wer den Schutz jüdischen Lebens als Provokation sieht, hat nicht mit dem Stalinismus gebrochen. Er hat ihn neu eingekleidet.   „ BAG Shalom ist eine innerparteiliche Kampfansage – und genauso wird sie auch beantwortet .“ Das ist kein Satz, das ist ein Geständnis. Wer so spricht, hat kein Interesse am Diskurs, sondern an Disziplinierung. Der Tweet von Ulrike Eifler (Mitglied im Parteivorstand Die Linke, ), ihres Zeichens Parteivorständin und Berufssprecherin für Betriebsfragen, liest sich wie das Protokoll einer bereits angekündigten politischen Säuberung. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Der Anlass? Eine Gruppe von Genoss:innen gründet eine „Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom“, um, man höre und staune, Antisemitismus und Antizionismus in der Partei Die Linke zu bekämpfen . Was in jeder demokratischen Organisation mit einem Mindestmaß an geschichtlic...

Zerrissene Solidarität: Wie sich die Linke beim Thema Israel selbst entkernt

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  TL;DR: Die Gründung der BAG Shalom zeigt: Wer in der Linkspartei Antisemitismus bekämpft, gilt schnell als „zionistisches U-Boot“. Der eigentliche Skandal? Nicht der Hass, sondern der Widerstand gegen ihn wird zum Problem erklärt. In der Partei Die Linke wächst der Widerstand gegen israelfeindliche Positionen aus den eigenen Reihen. Die Gründung der BAG Shalom markiert eine innerparteiliche Zäsur – und offenbart einen ideologischen Abgrund, der lange gepflegt wurde. Eine Hand hält ein Megafon, darüber prangt der Schriftzug „BAG Shalom – Wir haben uns gegründet“. So nüchtern beginnt ein Tweet, der eine Welle losgetreten hat, wie sie in der Partei Die Linke seit Jahren gärte – und von vielen gefürchtet, von einigen herbeigesehnt wurde. Die Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Shalom, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus in Partei und Gesellschaft verschreibt, hat nicht nur Zustimmung erfahren. Sie hat vielmehr ein Ventil geöffnet für das, was sich im Inneren der Part...

Klares Eintreten gegen Antisemitismus - Zur Gemeinsamen Stellungnahme zu den Vorkommnissen beim Bundeskongress der Linksjugend ['solid]

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TL;DR:  Klares Eintreten gegen Antisemitismus: Die BAG Shalom erinnert daran, dass Antisemitismus auch von links kommt – und nicht durch antikoloniale Rhetorik entschuldigt werden darf. Eine nötige Stellungnahme.   Eine Verteidigung der gemeinsamen Stellungnahme der existierenden LAGs (Bayern, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen) der BAG Shalom der Partei Die Linke Wer sich empört, hat selten recht – wer dagegen argumentiert, hat immerhin die Chance dazu. Die „Gemeinsame Stellungnahme“ der LAGs der BAG Shalom zur Linksjugend ['solid] ist kein Manifest des Aufräumens, sondern der Aufrichtung. Sie will nicht spalten, sondern erinnern: an Grundwerte, an Geschichte, an die Zumutungen linker Verantwortung. Ein Text mit Rückgrat Es gehört Mut dazu, in einer Partei, die sich dem Antifaschismus verschrieben hat, gegen Antisemitismus auch dann das Wort zu erheben, wenn er in der Sprache der Menschenrechte daherkommt. Die Verfasser:innen der Stellungnahm...