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Die Angst der anderen

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TL;DR: Der SPIEGEL macht aus  Elif Eralp s Angst vor extremistischen Bedrohungen einen Zweifel an ihrer Regierungsfähigkeit. Statt die Gefahren ins Zentrum zu rücken, gerät die Betroffene unter Verdacht. Die Medienkritik fragt, wann berechtigte Vorsicht zur angeblichen Schwäche wird und wo journalistische Aufklärung in Bloßstellung umschlägt. Die Angst der anderen Wie der SPIEGEL die Bedrohung einer Politikerin zum Vorwurf gegen die Betroffene macht. Elif Eralp fürchtet sich. Darin liegt offenbar die eigentliche Nachricht. Weniger interessant scheint, dass eine Politikerin, die Berlin regieren will, sich und ihre Familie von Extremisten bedroht sieht. Auch der Umstand, dass Sicherheitsbehörden ihr nach eigener Aussage geraten haben, gewisse Personen besser nicht öffentlich zu benennen, rückt in den Hintergrund. Entscheidend ist ihre Angst. Gleich sechs Autoren hat der SPIEGEL aufgeboten, um der Frage nachzugehen, ob eine Frau, die ihre Angehörigen schützen möchte, überhaupt g...

Ein Blatt Papier, eine Unterschrift – und die trotzkistische Selbstentlarvung

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TL;DR: Ein taktischer Doppelerfolg für Elif Eralp und Tobias Schulze: Erst behauptet die Berliner Linke ihre Eigenständigkeit gegenüber SPD und Grünen, dann bringt Vanessa Emde mit ihrem Social-Media-Post die eigene Unterschrift unter die Fraktionserklärung zum Existenzrecht Israels in Widerspruch zu ihren früheren Aussagen. Ob geplant oder nicht: Die Fraktionsführung muss den Konflikt nicht mehr selbst herbeiführen. Ein Blatt Papier, eine Unterschrift – und die trotzkistische Selbstentlarvung Ein taktischer Geniestreich – oder: Wie man die trotzkistischen Sektierer dazu bringt, sich selbst vor die Tür zu setzen. Was für ein bemerkenswert brillanter taktischer Zug von Elif Eralp und Tobias Schulze! Zunächst nimmt man Vanessa Emde in die Fraktion der Partei Die Linke im Abgeordnetenhaus auf und lässt sie eine Konstituierungserklärung unterschreiben, in der sich die Fraktion mit den Worten " Der Schutz jüdischen Lebens ist ein universelles Menschenrechtsanliegen und darf n...

Die Linke, wie sie leibt und lebt

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TL;DR: Die Linke zerlegt sich lieber selbst, als politische Macht zu organisieren. Während Funktionäre ihre Ohnmacht beklagen und rote Linien beschwören, profitiert womöglich die CDU. Die Wählerschaft wollte Elif Eralp und bekam Martha Kleedörfer. Haltung ersetzt keine Politik.   Die Wählerschaft wollte Elif Eralp. Sie bekam Martha Kleedörfer. Und am Ende womöglich einen CDU-Bürgermeister. Es gehört zu den zuverlässigsten Leistungen der deutschen Linken, dass sie ihre Niederlagen noch dann als moralische Siege zu verkaufen versteht, wenn sie gerade dabei ist, dem politischen Gegner das Rathaus aufzuschließen. Man hat schließlich Haltung. Und wo Haltung ist, muss Politik nicht unbedingt stattfinden. Martha Kleedörfer ist erschüttert. Das Papier sei unzureichend, die Verhandlungen enttäuschend, die eigenen Leute hätten sich unterworfen. Man habe sie nicht ausreichend informiert, ihr Dokumente vorenthalten, die Sozialdemokraten hätten womöglich etwas an die Presse durchgestoch...

Mit einer Fälschung gegen Antisemitismus

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TL;DR: Ein gefälschter „Intifada“-Sticker wird Elif Eralp und der Linken zugeschrieben. CDU-Staatssekretär Falko Liecke verbreitet das Motiv und verbindet es mit einem pauschalen Antisemitismusvorwurf gegen die Partei. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost stammt der Sticker jedoch nicht von der Linken. Wer Antisemitismus kritisieren will, sollte sich auf echte Aussagen und tatsächliches Handeln stützen. Fälschungen machen diese Auseinandersetzung unglaubwürdiger. Wer Antisemitismus in der Linken kritisieren will, braucht dafür keine erfundenen Belege. Im Gegenteil: Gerade Fälschungen schwächen die Glaubwürdigkeit einer notwendigen Kritik. Ein Satz wie „ Yallah Intifada mit Elif Eralp: Intifada ins Abgeordnetenhaus wählen “ wäre kaum eine harmlose Wahlkampfidee. Würde ein solcher Sticker tatsächlich von der Linken stammen, gäbe es einiges zu erklären: Warum wirbt eine Partei mit einem Begriff, der auch mit Terroranschlägen, Morden und antisemitischer Gewalt verbunden ist? We...

Antizionistische Sprachpolizei Berlin – oder: Der linke Kompass dreht durch

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TL;DR:  Elif Eralp nennt Antisemitismus Antisemitismus – und wird dafür von Linken attackiert, die Hebräisch für Zionismus und Kritik daran für ein Sakrileg halten.   Wer das benennt, ist verdächtig. Nicht das Antisemitische Verhalten, sondern seine Benennung gilt als Skandal. Es war einmal ein Café in Neukölln, das sich „K-Fetisch“ nannte – vermutlich, weil „Kollektiv-Kaffeefilter“ zu wenig Revolte versprach. Dort wurde am Tresen nicht etwa über fair gehandelten Arabica, sondern über die Sprache der Unterdrücker gerichtet – konkret: Hebräisch. Das Urteil lautete: Rauswurf. Das Delikt? Ein T-Shirt. Die Schrift? Nicht Arabisch, nicht Deutsch, nicht Türkisch – Hebräisch. Also Zionismus in Textilform, so die Dialektik am Kollektivbuffet. Nun sind Cafés gemeinhin Orte der Begegnung, des Diskurses, des bitteren Espressos – aber in Neukölln offenbar auch der nationalrevolutionären Sprachhygiene. Als Elif Eralp , zurecht Hoffnungsträgerin und Spitzenkandidatin Partei Die Linke Ber...