Am 15. April: Berlin tagt – Sudan verblutet
TL;DR: Die Berliner Sudan-Konferenz am 15. April bringt internationale Akteure und sudanesische Zivilvertreter zusammen – jedoch ohne die Kriegsparteien SAF, RSF und die Regierung. Ziel ist es, humanitäre Hilfe zu stärken und zivile Lösungen zu fördern. Doch genau darin liegt das Problem: Ohne die bewaffneten Machtakteure droht politische Wirkungslosigkeit, mit ihnen wäre ihre Rolle legitimiert. Während in Berlin verhandelt wird, eskaliert im Sudan weiterhin eine der größten humanitären Krisen weltweit. Die Konferenz kann Aufmerksamkeit schaffen und Hilfe mobilisieren, aber keinen Frieden erzwingen. Sie steht damit exemplarisch für eine internationale Politik, die zwischen moralischem Anspruch und begrenzter Durchsetzungskraft gefangen bleibt. Eine Konferenz über Frieden ohne die Kriegführenden, über Hilfe ohne Hebel und über Zivilität im Schatten der Gewehre Am 15. April, dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns im Sudan, trifft sich in Berlin, wer sich treffen kann: ...