Der Justizmörder der Islamischen Republik: Gholam-Hossein Mohseni-Ejei – ein Leben im Dienst des Urteils, ein Tod im Bombenhag
TL;DR: Irans oberster Justizfunktionär und notorischer Vollstrecker politischer Urteile, Gholam-Hossein Mohseni-Ejei, starb im Bombenhagel einen schnellen Tod. War das gerecht? Wahrscheinlich nicht. Aber die Welt ist ohne einen Mann besser dran, der tausendfach summarische Todesurteile gegen Demonstrant*innen verhängen ließ und Repression zur Staatsräson erhob. Der oberste Hüter des göttlich verbrämten Rechts ist tot. Er starb nicht im Bett, nicht im Ruhestand, nicht von Zweifeln geplagt, sondern im Bombenhagel. Ob das gerecht war? Diese Frage stellen gewöhnlich jene, die Gerechtigkeit sonst für ein Verwaltungsdetail halten. Man kann sie also getrost offenlassen. Er stand an der Spitze eines Justizapparates, der mit Urteilen schneller war als mit Beweisen. Wer demonstrierte, riskierte nicht nur die Festnahme, sondern die theologische Aufladung seines Delikts: „ Krieg gegen Gott “ hieß das dann, oder „ Verderbnis auf Erden “ – Formeln, die mehr nach mittelalterlicher Scholastik kli...