Die neue Volksfront von Dresden bis Gaza
T L;DR: „Gestern Dresden – heute Gaza“: Wenn Neonazis Israel als „Völkermörder“ brandmarken und Linke ihnen rhetorisch Beifall klatschen, verschwimmt die Grenze. Wer Israel zum „Genozid“-Projekt erklärt, betreibt keine Kritik, sondern Delegitimierung – und entsorgt Geschichte zugunsten der Pose. Wie sich Rechte und Linke im Hass auf Israel begegnen – und dabei die eigene Geschichte entsorgen Man muss sich das Transparent nur lange genug ansehen, um zu begreifen, dass es nicht von gestern handelt, sondern von vorgestern. „Gestern Dresden – heute Gaza. Völkermörder zur Rechenschaft ziehen.“ Ein Satz wie eine Gleichung, die schon falsch ist, bevor sie aufgestellt wird. Dresden steht links vom Gedankenstrich, Gaza rechts davon – und dazwischen die Behauptung moralischer Identität. Geschichte als Rechenaufgabe für Anfänger. Es marschieren die Üblichen. Früher hießen sie NPD, heute „Die Heimat“. Der neue Name klingt nach Baumarkt, das alte Programm bleibt. Jedes Jahr im Februar ziehen si...