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Wenn selbst 40 Grad nicht mehr überzeugen

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TL;DR: Die Kolumne zeigt, wie selbst extreme Hitze politisch umgedeutet wird: Statt Klimakrise, Anpassung und Schutz zusammenzudenken, verheddert sich die Debatte in Kulturkämpfen über Schuld, Identität und Klimaanlagen. Die Hitze ist da. Unübersehbar. Doch der Streit um sie ist fast noch greller. Die Klimakrise wird längst nicht mehr nur an Temperaturen verhandelt. Sie ist zu einem Kampf um Deutung geworden. Je klarer die physikalische Realität hervortritt, desto härter wird politisch darum gerungen, was sie angeblich bedeutet. Lange hielt sich eine tröstliche Idee: Irgendwann werde die Wirklichkeit ihre Leugner schon einholen. Wer Regen lange genug ignoriere, werde nass. Wer den Klimawandel zur Erfindung erkläre, müsse spätestens bei 40 Grad im Schatten verstummen. Die Natur, so die Hoffnung, lasse sich nicht ideologisch umdeuten. Diese Hoffnung war naiv. Europa erlebt eine Hitzewelle von historischem Ausmaß. Nach Angaben im Text waren zeitweise mehr als 150 Millionen Mensche...