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Heidegger im Bioladen

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TL;DR: Die taz präsentiert Martin Heidegger als bedeutenden Philosophen und frühen Kritiker von Technik, Wachstum und Naturzerstörung. Dabei droht sein Antisemitismus zur Randnotiz zu werden. Die Kolumne warnt: Heidegger muss gelesen werden – aber ohne seine völkischen Begriffe und die antisemitischen Strukturen seines Denkens von seiner Philosophie zu trennen. Philosophische Größe verleiht keine politische Immunität. Wie aus dem Philosophen des Seins ein Kronzeuge der ökologischen Moderne wird – und warum die linke Begeisterung für seine Technikfeindschaft bisweilen dort endet, wo die Frage nach seinem Antisemitismus erst beginnt. Es gibt in Deutschland kaum eine verlässlichere kulturelle Bewegung als die periodische Wiederkehr Martin Heideggers. Alle paar Jahre steigt der Schwarzwälder Denker metaphysisch nach dem Willen seiner Apologeten aus seiner Hütte herab, diesmal nicht als Existenzphilosoph, nicht als Prophet der Eigentlichkeit und auch nicht als Rektor des Jahres 1933 d...