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Wenn Aufrüstung nicht Militarisierung heißen darf

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TL;DR: Alexander Schmejkal will Krieg durch Abschreckung verhindern und versteht die deutsche Aufrüstung deshalb nicht als Militarisierung. Der Nachfolgende Text kritisiert vor allem diese Voraussetzung: Wenn Militär, Infrastruktur, zivile Institutionen und gesellschaftliches Denken auf einen möglichen Krieg ausgerichtet werden, lässt sich die Frage nach Militarisierung nicht dadurch erledigen, dass man diesen Prozess „Verteidigung“ oder „Ertüchtigung“ nennt. Vorbemerkung:  Als Bürger der alten BRD, der 1981 den Kriegsdienst verweigert hat – und zwar aus einer antimilitaristischen Haltung heraus, nicht aus moralischen oder ethischen Gründen im Sinne einer absoluten Gewaltlosigkeit, wie sie für den klassischen Pazifismus charakteristisch ist –, musste ich, vor meiner Anerkennung als Wehrdienstverweigerer, zweimal „Verhöre“ durch einen Prüfungsausschuss für Kriegsdienstverweigerer über mich ergehen lassen. Auch deshalb hatte und habe ich ein zwiespältiges Verhältnis zu Verteidigung u...