Die Angst der anderen
TL;DR: Der SPIEGEL macht aus Elif Eralp s Angst vor extremistischen Bedrohungen einen Zweifel an ihrer Regierungsfähigkeit. Statt die Gefahren ins Zentrum zu rücken, gerät die Betroffene unter Verdacht. Die Medienkritik fragt, wann berechtigte Vorsicht zur angeblichen Schwäche wird und wo journalistische Aufklärung in Bloßstellung umschlägt. Die Angst der anderen Wie der SPIEGEL die Bedrohung einer Politikerin zum Vorwurf gegen die Betroffene macht. Elif Eralp fürchtet sich. Darin liegt offenbar die eigentliche Nachricht. Weniger interessant scheint, dass eine Politikerin, die Berlin regieren will, sich und ihre Familie von Extremisten bedroht sieht. Auch der Umstand, dass Sicherheitsbehörden ihr nach eigener Aussage geraten haben, gewisse Personen besser nicht öffentlich zu benennen, rückt in den Hintergrund. Entscheidend ist ihre Angst. Gleich sechs Autoren hat der SPIEGEL aufgeboten, um der Frage nachzugehen, ob eine Frau, die ihre Angehörigen schützen möchte, überhaupt g...