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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

Wie man Antisemitismus als Antifaschismus tarnt

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TL;DR:  Wer von „jüdischem Genozid in Gaza“ phantasiert, tarnt Antisemitismus als Palästina-Solidarität. Das ist keine Kritik, sondern Täter-Opfer-Umkehr im antiimperialistischen Gewand. Antifaschistisch? Nein. Nur Regression mit Friedenstaube. Ach, der „Freund des russischen Volkes“, wie er sich in seinem Twitter Profil nennt, klagt gegenüber Kerstin Köditz (ex-MdL Die LINKE Sachsen und unermüdlicher Antifaschistischer Aufklärerin, z,B, in Sachen Verbrechen des NSU) auf Twitter: „Ach ich vergaß, wir sind ja Nazis. Wir stehen zu Palästina 🕊️🇵🇸🕊️ und sind gegen den jüdischen Genozid in Gaza.“ Man könnte meinen, ein wirrer Tweet, halb trotzig, halb betroffen. In Wahrheit ist er ein ideologisches Totalschadenprotokoll – formuliert nicht von einem Rechten, sondern von einem „linken“ Aktivisten, der sich selbst als Friedensfreund etikettiert, während er mit einem Satz das jüdische Kollektiv unter Anklage stellt. Nicht, wie von Linken seines Schlages behauptet, Israel bege...

Forschungsmittel ohne Forschung?

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TL;DR: 390.000   € für ein Institut ohne Forschung, Expertise oder Wirkung – vergeben im Namen der Antisemitismusbekämpfung. Wenn PR die Prävention ersetzt und Symbolik zur Substanz wird, bleibt nur eine Frage: Wer schützt den Kampf gegen Hass vor seinen Förderern? Wie das Zera-Institut 390.000 Euro gegen Antisemitismus erhielt – und kaum etwas dagegen tat Wer zahlt, darf fragen: Wem nützt es? Diese Frage stellte sich zuletzt nicht irgendein verschwörungsgläubiger Forist, sondern das Nachrichtenmagazin Der Spiegel – nach Recherchen zu einem jener Projekte, die sich offiziell dem Kampf gegen Antisemitismus verschreiben, aber in der Praxis vor allem das Gegenteil beweisen: dass gute Absichten oft das Feigenblatt schlechter Verwaltung sind. Wissenschaft ohne Wissenschaftler Laut Spiegel überwies das Berliner Kulturdezernat 390.000 Euro an das Zera-Institut – eine Einrichtung, die laut Eigenauskunft „wissenschaftlich“ erforscht, wie sich Antisemitismus im Netz verbreitet. Der Zeit...

„Antifa bedeutet Palästina?“ – Wenn der Palästina-Nationalismus gegen Antifaschist *innen marschiert

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TL;DR: Am 17. Januar marschieren palästinabezogene Gruppen nicht gegen Rechte, sondern gegen die Antifa in Leipzig-Connewitz. Ihr Ziel: linke Orte wie das Conne Island. Wer Antisemitismus kritisiert, wird zum Feind erklärt. Ein Angriff auf emanzipatorische Linke. Für den 17. Januar 2026 kündigt die Gruppe „Handala“ gemeinsam mit anderen palästinabezogenen Bündnissen einen Protestmarsch durch Leipzig-Connewitz an – nicht gegen Rechte, nicht gegen Nazis, sondern gegen jene Antifa und emanzipatorische Linke, die sich der Israelfeindschaft verweigert. Ein Bericht über linke Selbstzerlegung im Namen des Widerstands. Am 17. Januar 2026 , einem Wintertag in Leipzig, soll laut einem Aufruf unter dem Titel „ Antifa bedeutet freies Palästina “ eine Demonstration durch Connewitz ziehen – jenen Stadtteil, der seit Jahrzehnten als links, widerständig, antifaschistisch gilt und in Sachsen zugleich das Feindbild schlechthin der Rechten bildet: vom konservativen Spektrum über BSW und AfD bis h...

"Die Linke"- nicht linke Politik – sondern linker Selbstverlust mit Kufiya.

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TL;DR: Früher war „Nie wieder“ ein Schwur, heute ist es bei Teilen der Linken ein „Nicht schon wieder ihr“ – gegen Jüdische Menschen. Wer „Globalize the Intifada“ vor Synagogen brüllt, schützt kein Jüdisches Leben, sondern inszeniert sich. Früher ging ein Gespenst um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Heute spukt ein Phantom durch die Sektenlinke innerhalb der Partei Die Linke – das Phantom vom Schutz jüdischen Lebens durch sie. Wer vor der Synagoge „Globalize the Intifada“ brüllt, während Juden diese Parole als Gewaltandrohung verstehen – und nennt das dann Antifaschismus. Man soll der Dummheit keine Bühne geben – es sei denn, sie hat sich längst ein Mikrofon geschnappt. Und in Teilen der Linken ist die Mikrofonanlage inzwischen fest in der Hand jener, die aus dem „Nie wieder“ ein „Nicht schon wieder ihr“ gegenüber Juden gemacht haben. Was einst Klassenanalyse hieß, heißt heute „Dekoloniale Intervention“, und was früher Kapitalismuskritik war, tritt nun als moralisch aufgel...

Wenn Trumps Krieg gegen Migrant*innen Weihnachtlich leuchtet

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TL;DR : Ein KI-Weihnachtsmann als ICE-Agent: In den USA wirbt ein Video mit dem Slogan „YOU’RE GOING HO HO HOME“ für Abschiebungen und der Weihnachtsmann treibt Migrant*innen für die Einwanderungsbehörde ICE zusammen. Mit Waffe, Lächeln und Prämie. Wenn Weihnachten zur Kulisse von Vertreibung wird, leuchtet Trumps Krieg gegen Migrant*innen festlich. Ein KI-generiertes Video der US-Einwanderungsbehörde inszeniert den Weihnachtsmann als ICE-Agenten. Was als Werbespot getarnt ist, entlarvt das politische Klima der Gegenwart – und eine perverse Logik der Moral. In den USA hat die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zu Weihnachten ein neues Gesicht ihrer Politik vorgestellt: den Weihnachtsmann . Nicht den gütigen alten Mann, der Kinder beschenkt, sondern eine digital erzeugte Version in kugelsicherer Weste, mit Waffe und ICE-Logo auf der Brust. Im Video, das unter dem Titel „ YOU’RE GOING HO HO HOME “ in den sozialen Netzwerken verbreitet wird, verhaftet Santa Claus Migrant*innen, be...

Zwischen Antizionismus und Antisemitismus: Wie die Linke ihren Politische Kompass verliert

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  TL;DR: In der Linkspartei und ihrer Jugendorganisation wird Israel als „Genozidstaat“ verurteilt, jüdische Selbstbestimmung als „rassistisch“ gebrandmarkt – und Hamas-nahe Gruppen verklärt. Was einst Sektierertum war, ist heute Beschlusslage mit Parteilogo. In der Partei Die Linke und ihrer Jugendorganisation Solid formiert sich eine ideologische Front, die „Israelkritik“ zum Dogma erhebt – und sich damit in gefährlicher Nähe zu antisemitischer Rhetorik bewegt. Ein politischer Bericht aus dem Inneren einer postkolonial verklärten Linken. Ungewöhnlich für die Entscheidungsfindung einer Partei begann es nicht mit Basisberatungen und nicht mit einem Beschluss auf einem Parteitag. Es begann mit einem Massaker.  Am 7. Oktober 2023 drangen Hamas-Kämpfer, unterstützt von PIJ, PFLP, DFLP – Gruppen , deren Logos auf so mancher Berliner Demo und Linken Versammlungen heute auf Fahnen wehen, in israelisches Gebiet ein. Sie töteten über 1.200 Menschen, vergewaltigten Frauen, entführt...

Ein Pixi-Buch, Chanukka und der antisemitische Furor der Kommentarspalte

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TL;DR:   Ein Pixi-Buch erklärt Chanukka – und die Kommentarspalte tobt. Für 99 Cent gibt’s nicht nur Aufklärung, sondern in den Kommentaren auch den Beweis, wie tief der Hass auf Jüdische Menschen sitzt. Sichtbarkeit wird zur Provokation, Toleranz zur Zielscheibe. Willkommen im digitalen Abendland. Wie ein Kinderbuch über jüdisches Leben zum Katalysator kollektiver Projektionen wird Das Pixi-Buch „Mit Emre und Marie Chanukka feiern“ erzählt in 24 Seiten von jüdischem Brauchtum, kindgerecht verpackt, mit dem Ziel, Verständnis zu schaffen – oder, wie es die Redaktion schreibt: „Eine neue Ausgabe erzählt von einem jüdischen Jungen, der durch religiöse Feiertage Verständnis und Offenheit lernt.“ Doch die Kommentarspalte hat keinen Platz für Verständnis. Stattdessen wird aus einem Kinderbuch ein Seismograph gesellschaftlicher Verhärtung. Die Leser der Facebook-Seite der Jüdischen Allgemeinen – oder zumindest deren lautester Teil – reagieren nicht mit Interesse, sondern mit Antag...

Ramelow, Gysi und Bartsch „Antisemitismus ist keine Meinung“

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TL;DR: Ramelow, Gysi & Bartsch ziehen in Rostock eine rote Linie: Antisemitismus ist keine Meinung. Klare Worte zur Hamas, Israel, den Jesiden – spät, aber unmissverständlich. Die LINKE ringt mit sich selbst. Ob’s hält? Entscheidet sich nicht an einem Abend. Ramelow, Gysi und Bartsch ziehen eine rote Linie auf Veranstaltung in Rostock – mit späten, aber klaren Worten. Bericht zu „Das ist völlig inakzeptabel !“ Mission Silberlocke im Kampf gegen jeden Antisemitismus und Rassismus. Veranstaltung am 13.12.25 in Rostock Drei Männer, zwei Themen, viele Abgründe. Bodo Ramelow, Gregor Gysi und Dietmar Bartsch traten in der Hansestadt vor ihr Publikum, um über das zu sprechen, was viele in ihrer Partei lange wegmoderieren wollten: Antisemitismus in der Linken, in ihren Jugendverbänden, in ihren Illusionen. Der Titel der Veranstaltung? „Das ist völlig inakzeptabel!“ – eine politische Grenzziehung, rhetorisch ebenso wie moralisch. Was war los? Eine Partei, die sich einst als Anwältin d...

Zum Statement der Partei DIE LINKE Castrop-Rauxel & Recklinghausen zu Leon Habekost

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TL;DR: DIE LINKE in Castrop-Rauxel & Recklinghausen entdeckt den Antisemitismus eines Mitglieds – spät, aber mit Formular. Ausschlussantrag läuft, Haltung kam zuletzt. Politische Hygiene beginnt nicht im Protokoll, sondern im Moment des Skandals. Es gehört zur rituellen Choreografie deutscher Parteiarbeit, dass Empörung stets ein wenig später eintritt als der Anlass dazu . In Castrop-Rauxel und Recklinghausen, zwei Orten, die in ihrer Bedeutungslosigkeit nur noch von ihrer Parteibasis übertroffen werden, hat DIE LINKE endlich entdeckt, dass ein Mitglied seit Monaten antisemitischen Unrat in die sozialen Netzwerke gekippt hat . Nicht etwa still und heimlich, sondern so öffentlich, dass es dutzender Hinweise bedurfte, bis man sich im Stadtverband erhob wie ein pensionierter Lehrer beim dritten Klingeln des Weckers. Dass das betreffende Mitglied sich zuvor zur Kandidatur für den Stadtrat gemeldet hatte, wurde „zunächst begrüßt“. Man nimmt, was kommt, wenn es sonst keiner macht. ...

„Eine Geschichte, die nicht vergeht“ – In Gedenken an Shlomo Lewin und Frida Poeschke

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TL;DR: Vor 45 Jahren wurden Shlomo Lewin und Frida Poeschke von einem Neonazi ermordet. Die Tat: antisemitisch. Die Aufklärung: beendet. Das Gedenken: verblasst. Und der Staat? Schließt die Akten – nicht die Wunde. Am 19. Dezember 1980 erschoss ein  in einen Palästinensischen Ausbildungslager geschulter Neonazi den Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke. Die Tat wurde schnell vergessen, die Täter nie verurteilt. Heute beendet die Bundesregierung offiziell die Aufklärung – in einem Akt institutioneller Müdigkeit. Zwei Menschen werden  in ihrer gemeinsamen Wohnung in Erlangen   erschossen: Shlomo Lewin, 69 Jahre alt, Rabbiner, Verleger, Kritiker rechter Netzwerke; und Frida Poeschke, seine Lebensgefährtin. Der Täter: Uwe Behrendt, Mitglied der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, enger Vertrauter ihres Anführers Karl-Heinz Hoffmann. Der Tatort war Deutschland. Das Motiv: antisemitisch. Der Kontext: rechter Terror. Die Reaktion: instituti...