„Zu sagen, was ist, bleibt die revolutionärste Tat.“
Mit diesem Satz von Rosa Luxemburg im Rücken tritt dieser Blog an. Kein großer theoretischer Überbau, kein poliertes Manifest. Es ist ziemlich simpel – man könnte es einen klassischen Linken Blog nennen: Ich stolpere über irgendetwas im Internet, das mich aufregt. Ein Skandal, eine Schlagzeile, ein vergessener Zusammenhang, ein Zitat, das nachhallt. Aber warum sollte ich meinen Ärger für mich behalten, wenn ich ihn mit der Welt teilen kann?
Wenn ein Liede zu Anklagen wird – Bruce Springsteenss "Streets of Minneapolis"
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Mit „Streets of Minneapolis“ erhebt Bruce Springsteen seine Stimme gegen staatliche Gewalt – für zwei Menschen, deren Leben im Januar 2026 durch ICE-Beamte brutal beendet wurde: Alex Pretti, ein 37-jähriger Intensivpfleger, und Renee Good, dreifache Mutter. In einer Stadt, die unter der winterlichen Kälte und politischem Frost gleichermaßen leidet, erinnert Springsteen an ihre Namen – und klagt die Realität eines gewaltsamen Einwanderungssystems an.
„Und da waren blutige Fußspuren,
wo Barmherzigkeit hätte stehen sollen…“
Pretti filmte die Konfrontation mit seinem Handy, wurde überwältigt – und erschossen. Good saß in ihrem Auto, als ein Schuss sie traf. Die Regierung sprach von „Selbstverteidigung“. Doch unabhängige Recherchen und Videoanalysen zeichnen ein anderes Bild.
„Glaub bloß nicht deinen Augen,
es ist unser Blut und unsere Knochen,
unsere Pfeifen und Telefone
gegen Millers und Noems schmutzige Lügen.“
Springsteen nennt Trump den „König“, seine Bundesbeamten eine „Privatarmee“. Sein Lied ist ein musikalischer Protest, eine Mahnung – und ein Requiem. Es ist nicht das erste Mal, dass der Rockmusiker politische Gewalt mit seiner Musik dokumentiert: Von „American Skin (41 Shots)“ bis zur Promised Land hat er sich immer wieder klar positioniert. Jetzt singt er für Minneapolis:
„Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
singend durch den blutigen Nebel…
Wir werden die Namen der Toten nicht vergessen
auf den Straßen von Minneapolis.“
Zugleich ruft sein Song zur Solidarität mit den „Fremden in unserer Mitte“ auf – und gegen eine Politik, die Abschiebung über Menschenwürde stellt.
„Wir werden hier stehen, für dieses Land
und für den Fremden unter uns.“
Der Tod von Pretti und Good ist kein Einzelfall.
Doch Bruce Springsteen gibt ihnen mit "Streets of Minneapolis" Namen, Stimmen – und eine Hymne, die bleibt.
Ein Lied gegen das Vergessen
Bruce Springsteen - Streets Of Minneapolis- Lyrics auf Deutsch
Durch Eis und Kälte des Winters
die Nicollet Avenue hinab,
eine Stadt in Flammen kämpfte gegen Feuer und Eis
unter dem Stiefel der Besatzung.
Trumps Privatarmee vom Heimatschutzministerium,
Gewehre an den Mänteln gegürtet,
kam nach Minneapolis, um das Gesetz durchzusetzen –
so lautet jedenfalls ihre Version.
Gegen Rauch und Gummigeschosse,
im ersten Licht des Morgens,
standen Bürger für Gerechtigkeit ein,
ihre Stimmen hallten durch die Nacht.
Und da waren blutige Fußspuren,
wo Barmherzigkeit hätte stehen sollen,
und zwei Tote, die man sterbend zurückließ
auf den schneebedeckten Straßen:
Alex Pretti und Renee Good.
Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
singend durch den blutigen Nebel.
Wir werden hier stehen, für dieses Land
und für den Fremden unter uns.
Hier in unserem Zuhause haben sie getötet und gehaust,
im Winter des Sechsundzwanzigsten.
Wir werden die Namen der Toten nicht vergessen
auf den Straßen von Minneapolis.
Trumps föderale Schläger prügelten
auf sein Gesicht und seine Brust ein.
Dann hörten wir die Schüsse –
und Alex Pretti lag tot im Schnee.
Sie behaupten, es sei Notwehr gewesen,
doch glaub bloß nicht deinen Augen.
Es ist unser Blut, unsere Knochen,
unsere Pfeifen und Telefone
gegen Millers und Noems schmutzige Lügen.
Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
weinend durch den blutigen Nebel.
Wir werden die Namen der Toten nicht vergessen
auf den Straßen von Minneapolis.
Jetzt sagen sie, sie seien hier, um das Gesetz zu wahren,
doch sie treten auf unsere Rechte.
Wenn deine Haut schwarz oder braun ist, Freund,
kannst du jederzeit verhört oder abgeschoben werden.
In Rufen wie „ICE raus jetzt!“
schlägt das Herz und die Seele unserer Stadt weiter.
Durch zerbrochenes Glas und blutige Tränen
auf den Straßen von Minneapolis.
Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
singend durch den blutigen Nebel.
Hier in unserem Zuhause haben sie getötet und gehaust,
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TL;DR: Eine Parteiarbeitsgemeinschaft der Linken mobilisiert gegen das Fundament der Partei in Leipzig: gegen Antifaschismus, parteinahe Räume, gegen Connewitz. Solidarität gilt nicht Opfern, sondern Täter-Narrativen. Die Umkehrung der Geschichte – live auf Twitch. Ein Twitch-Live-Talk, zwei Bundessprecher der BAG Palästina-Solidarität in der Partei Die Linke – und die Rhetorik der Umkehr Im Dezember 2025, wenige Wochen vor einer für den 17. Januar 2026 angekündigten Demonstration im links geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz unter dem Motto „Antifa bedeutet freies Palästina“ , treten zwei Mitglieder der Basisarbeitsgemeinschaft Palästina-Solidarität (BAG PaliSoli) der Partei Die Linke in einem Twitch-Livestream mit dem linken Streamer naitan auf: Marlon Käsemann , war Landessprecher der Solid und ist Direktkandidat im Wahlkreis 37 Wiesloch, und Thies aus dem Kreisverband Oldenburg/Ammerland in Niedersachsen. Der Live-Talk dauert knapp zwei Stunden – ein Format, das nach D...
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