Posts

Zu „Barbarei mit Anstand“ von Peter Straß (Konkret, 26. Dezember 2025)

Bild
TL;DR:  „Der linke Antizionismus ist kein Reflexionsdefizit. Er ist eine Entscheidung.“ Peter Straß seziert in ‚ Barbarei mit Anstand‘  die Sprache moralischer Entlastung – präzise, unbequem, notwendig. Wer erklärt, darf sich nicht reinwaschen. Im Geist von Haltung, nicht von Hochmut. Wer in einem Text über linken Antizionismus bzw. Antisemitismus bereits im zweiten Satz behauptet, „in der Sprache, mit der sie die Mordbrennerei der Hamas ›kontextualisieren‹, steckt ein Antisemitismus, der sich für moralisch überlegen hält“, hat entweder keine Zeit zu verlieren – oder keinen Glauben mehr an die Möglichkeit sprachlicher Aufklärung. Peter Straß wählt Letzteres. Nicht aus Pessimismus, sondern aus polemischer Konsequenz. Die Sprache der Entlastung , schreibt er, sei kein „Versehen“, sondern „Symptom eines politischen Begehrens“. Das ist keine sprachkritische Volte, sondern eine Zuschreibung mit Ziel. Wer „kontextualisiert“, „ordnet ein“ oder gar „erklärt“, macht sich mitschuld...

In dem Land, in dem die Friedenswirtschaft blühte – wächst jetzt Rheinmetall

Bild
TL;DR: In dem Land, in dem die Friedenswirtschaft blühte – wächst jetzt Rheinmetall. Thies Gleiss nennt es Kriegswirtschaft – doch wer wie er glaubt, die IG Metall werde zur Antikriegsfront, glaubt auch, man könne Panzer mit Tarifrunden stoppen. Eine Kritische Kolumne zum Artikel „Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft“ von Thies Gleiss – über SPD, Gewerkschaften und Militarisierung. Eine kritische Kolumne zum Artikel „ Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft “ von  Thies Gleiss  in die internationale/inprekorr , 1/2026 Es beginnt, wie so vieles in der Berliner Republik, mit einem Euphemismus. Die Regierung nennt es „Zeitenwende“, die Industrie nennt es „Transformation“, die Börse nennt es „Rheinmetall“. Thies Gleiss nennt es, mutiger als viele seiner Genossen, beim Namen: Kriegswirtschaft. In seinem Beitrag „Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft“ ( die internationale/inprekorr , 1/2026) rechnet Gleiss mit der neuen deutschen No...

Antifaschistische Restvernunft mit rotem Rückgrat: Ein Nachsatz zu #le1701

Bild
TL;DR: #le1701 war keine Machtdemonstration der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa, sondern ihr Offenbarungseid. Während rechte Querfrontfilmer durch die reihen der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa liefen und Live Berichteten, stand Antifa-Connewitz mit Rückgrat vor dem linXXnet. Klartext statt Querfront. Stabil statt verschwurbelt. In Leipzig demonstriert Die Linke Sachsen, unterstützt von Linken Funktionär*innen und Mandatsträger*innen aus dem Rest der Republik  sowie der BAG Shalom  vor dem #linxxnet antifaschistische Solidarität – gegen eine „pro-palästinensische“ Anti-Antifa Demonstration – angemeldet von der stellv. BSW-Geschäftsführerin im Leipziger Stadtrat. Sie bleiben politisch stabil an einem Schauplatz mit Widersprüchen, die nicht nur semantischer Natur sind. Während sich  am Connewitzer Kreuz ein Trupp von maximal 300 „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa- Aktivist*innen– mobilisiert von Handala Leipzig, Lotta_antifa und der BAG Palästinasolidarität...

Es gibt, auch am 17. Januar in Connewitz, kein richtiges Leben im falschen

Bild
  TL;DR:  Am 17. Januar marschiert in Connewitz die Anti-Antifa – gegen Antifas. Es gibt kein richtiges Leben im falschen – und keinen Antifaschismus im antisemitischen Denken.  Eine Kolumne über den 17. Januar in Connewitz: Wie Antifaschismus zur Pose und Antisemitismus verharmlost wird. Antifaschismus wird zum Gesinnungstest: Wer nicht antizionistisch ist, fliegt raus. Der neue Feind? Alles, was nicht auf Pseudo Palästina Solidarischer Linie ist. Wie der „Antifaschismus“ zur Pose verkommt – und Connewitz zum Schlachtfeld innerlinker Neurosen wird.  Der Post wurde um 15:11 Uhr um ein  Ein Update zu Katja J., Handala und der BSW-Fraktion ergänzt, basierend auf mdr Informationen . Ein Viertel zwischen linksradikaler Folklore und veritabler Repression, ein Stadtteil, der Neonazis jahrzehntelang das Fürchten lehrte, steht am 17. Januar 2026 erneut im Fokus – doch diesmal kommt der Feind nicht in Springerstiefeln. Er trägt Palituch, ruft „Free Palestine“ und demo...

Wenn Irans Diktatur zum Opfer erklärt wird: Die seltsame Querfront der Antiimperialisten

Bild
TL;DR: Während Iraner*innen für Freiheit sterben, erklärt eine seltsame Querfront deutscher Trolle die Proteste zur CIA/Mossad/Zionisten-Inszenierung. Wer das Iranische Regime zum Opfer macht, entmündigt die Mutigen auf der Straße und übt Solidarität mit der Diktatur – nicht mit den Menschen. Während im Iran Tausende gegen Unterdrückung und Armut protestieren, erklären deutsche Twitter-Aktivist*innenen die Aufstände zur Inszenierung von Mossad , CIA oder Zionisten. Was sie dabei vergessen: Die Menschen im Iran . Die Lage ist eindeutig, selbst ohne Internet: Seit dem 28. Dezember protestieren im Iran Millionen gegen ein Regime, das sie unterdrückt, foltert, erschießt, zum Schweigen zwingt. Maschinengewehre, abgeschaltetes Internet, überfüllte Leichenhallen, Kinder unter den Toten. Die Human Rights Activists News Agency zählt über 10.000 Verhaftete, die Narges-Stiftung spricht von mehr als 2.000 Toten. Die Polizei schießt mit Maschinengewehren, Ärzte berichten von gezielten Kopfsc...

Handala , BAG Palästina Solidarität Die Linke - die Anti-Antifa der „dummen Kerls“?

Bild
TL;DR: Handala u.A. rufen in Connewitz zur Demo auf, die BAG Palästina Solidarität mobilisiert dafür  – gegen jene, die seit 20 Jahren Neonazis bekämpfen. Antifaschismus wird zum Gesinnungstest: Wer nicht antizionistisch ist, fliegt raus. Der neue Feind? Alles, was nicht auf Hanala Linie ist. In Leipzig-Connewitz brodelt ein Konflikt innerhalb der Linken, der alte Frontlinien auflöst und neue Gräben zieht. Eine Demonstration am 17. Januar soll für ein „ wirklich antifaschistisches Connewitz “ werben – richtet sich aber gegen jene, die Antifaschismus dort über Jahrzehnte gelebt haben. Von wem geht die Gewalt aus? Wer ist hier eigentlich Antifa – und wer spielt nur eine Rolle? Diese Fragen dominieren derzeit die Diskussion um eine geplante Demonstration in Leipzig-Connewitz, einem Stadtteil, der als Mythos wie als Mahnmal durch die Geschichte der linksradikalen Bewegung in Ostdeutschland geistert. Was passiert am 17. Januar in Leipzig-Connewitz? Verschiedene Gruppen – unter...

Im Vorfeld des 17.Januar: Propaganda im Tarngewand der 'Palästina-Solidarität'

Bild
  TL;DR:  „ Antifa heißt Free Palestine“ – unter diesem Banner zieht am 17. Januar eine Demo durch Leipzig-Connewitz. Zwei Texte in  junge Welt  und  KGK  zeigen: Es geht den Beteiligten einzig um ideologische Selbstvergewisserung mit Feindbild-Garantie. Wie zwei Texte aus ‚junge Welt‘ und ‚Klasse gegen Klasse‘ eine Demonstration in Leipzig-Connewitz zum Testfall linker Realitätsschwäche machen Am 17. Januar 2026 will ein Bündnis sich „Palästinasolidarisch“ nennender Gruppen durch den links geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz ziehen. Aufgerufen zur Demonstration unter dem Motto „ Antifa heißt Free Palestine “ haben unter anderem „Handala Leipzig“, „Lotta Antifascista“ und bei Mobilisierender Unterstützung von Teile der Partei Die Linke und der Linksjugend ['solid]. Der Protest richtet sich gegen das, was die Organisator:innen als systematische Verdrängung palästinasolidarischer Stimmen durch sogenannte „Antideutsche“ bezeichnen. Connewitz, so die zen...