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Rayoalemania369: Antisemitismus, Antizionismus & Verschwörungsmythen

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TL;DR: Rayoalemania369 verbreitet auf Facebook antisemitische Mythen,  rassistische-antizionistische  Hetze und Verschwörungsideologien  im Meme-Format – algorithmisch belohnt, gesellschaftlich gefährlich. Keine Aufklärung, sondern Radikalisierung mit Like-Button. Eine Seite als Symptom – und ein digitaler Schwelbrand der Aufklärung Ich dachte, ich kenne die Niederungen des Internets. Ich glaubte, mich könnte nichts mehr überraschen. Doch das, was auf der Facebook-Seite „Rayoalemania369“ an antisemitischen, rassistische-antizionistische  und verschwörungsmythologischen Botschaften kursiert, macht selbst abgebrühte Beobachter sprachlos. 🤢🤮 Ein digitales Biotop des Hasses Seit dem 15. Januar 2024 verbreitet ein Facebook-Kanal mit über 40.000 Followern unter dem Namen „Rayoalemania369“ systematisch Inhalte, die antisemitische Codes,  rassistische-antizionistische  Klischees und verschwörungsideologische Erzählungen in Endlosschleife mischen. Verpac...

Wie ein Facebook-Post des Zentralrats der Juden zum Antisemitismus zur digitalen Anklagebank wurde

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TL;DR:  Ein Facebook-Post des Zentralrats der Juden fragt: „Warum bleibt antisemitischer Hass in Deutschland oft straffrei?“ Die Antwort kam prompt – in über 300 Kommentaren, viele davon voller antisemitischem Hass. Nicht als Widerspruch, sondern als Beweis. Eine Litanei aus Hass auf Zionismus – und oft auch auf Jüdinnen und Juden; über Mossad, Gaza – und die Shoah. Alte Muster, neue Wörter. Antisemitischer Hass ist nicht neu. Er war nie weg – nur seine Grammatik hat sich geändert. Ein Bericht über Schuld, Schweigen und rhetorische Selbstentlastung in Kommentarspalten Ein Facebook-Post des Zentralrats der Juden in Deutschland vom Januar 2026 endet mit einer Frage: „ Warum bleibt antisemitischer Hass in Deutschland oft straffrei? “ Er verweist auf eine Äußerung von Josef Schuster, der auf Solidaritätsbekundungen für die Hamas nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 mit dem Ruf nach konsequenterer Strafverfolgung reagiert hatte. Ort der Veröffentlichung: Facebook. Ort der Eskala...

Ahmed Abed: „Angriff auf jüdisches Leben“, „Antisemit“ oder „Bürgermeister für alle“?

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TL;DR: Ahmed Abed steht für Palästinasolidarität, sagen seine Unterstützer: innen. Wer jedoch Kritik an ihm als „Hetzkampagne“ diffamiert, versucht sich der Debatte über legitime politische Positionen und deren Abgrenzung, besonders in Fragen von Antisemitismus und dem Umgang mit symbolisch belasteten Aussagen, zu entziehen. Die Linke Neukölln nominiert Ahmed Abed zum Bezirksbürgermeister – und positioniert sich so einen Streit über Antisemitismus, Palästina-Solidarität und politische Verantwortung. In Berlin-Neukölln hat die Linke einen Mann nominiert, der mit seiner politischen Vita nicht nur politische Gegner mobilisiert, sondern auch tief in die Selbstverständigung der Partei hineinwirkt. Ahmed Abed, Anwalt, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung, wurde mit 82,1 % der Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten gewählt – ein Votum, das weniger über seine Erfolgschancen, dafür umso mehr über den Zustand seiner Partei aussagt. Dass Abeds Kandidatur zum ...

Zu „Barbarei mit Anstand“ von Peter Straß (Konkret, 26. Dezember 2025)

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TL;DR:  „Der linke Antizionismus ist kein Reflexionsdefizit. Er ist eine Entscheidung.“ Peter Straß seziert in ‚ Barbarei mit Anstand‘  die Sprache moralischer Entlastung – präzise, unbequem, notwendig. Wer erklärt, darf sich nicht reinwaschen. Im Geist von Haltung, nicht von Hochmut. Wer in einem Text über linken Antizionismus bzw. Antisemitismus bereits im zweiten Satz behauptet, „in der Sprache, mit der sie die Mordbrennerei der Hamas ›kontextualisieren‹, steckt ein Antisemitismus, der sich für moralisch überlegen hält“, hat entweder keine Zeit zu verlieren – oder keinen Glauben mehr an die Möglichkeit sprachlicher Aufklärung. Peter Straß wählt Letzteres. Nicht aus Pessimismus, sondern aus polemischer Konsequenz. Die Sprache der Entlastung , schreibt er, sei kein „Versehen“, sondern „Symptom eines politischen Begehrens“. Das ist keine sprachkritische Volte, sondern eine Zuschreibung mit Ziel. Wer „kontextualisiert“, „ordnet ein“ oder gar „erklärt“, macht sich mitschuld...

In dem Land, in dem die Friedenswirtschaft blühte – wächst jetzt Rheinmetall

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TL;DR: In dem Land, in dem die Friedenswirtschaft blühte – wächst jetzt Rheinmetall. Thies Gleiss nennt es Kriegswirtschaft – doch wer wie er glaubt, die IG Metall werde zur Antikriegsfront, glaubt auch, man könne Panzer mit Tarifrunden stoppen. Eine Kritische Kolumne zum Artikel „Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft“ von Thies Gleiss – über SPD, Gewerkschaften und Militarisierung. Eine kritische Kolumne zum Artikel „ Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft “ von  Thies Gleiss  in die internationale/inprekorr , 1/2026 Es beginnt, wie so vieles in der Berliner Republik, mit einem Euphemismus. Die Regierung nennt es „Zeitenwende“, die Industrie nennt es „Transformation“, die Börse nennt es „Rheinmetall“. Thies Gleiss nennt es, mutiger als viele seiner Genossen, beim Namen: Kriegswirtschaft. In seinem Beitrag „Goodbye Grüner Kapitalismus – Hello Kriegswirtschaft“ ( die internationale/inprekorr , 1/2026) rechnet Gleiss mit der neuen deutschen No...

Antifaschistische Restvernunft mit rotem Rückgrat: Ein Nachsatz zu #le1701

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TL;DR: #le1701 war keine Machtdemonstration der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa, sondern ihr Offenbarungseid. Während rechte Querfrontfilmer durch die reihen der „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa liefen und Live Berichteten, stand Antifa-Connewitz mit Rückgrat vor dem linXXnet. Klartext statt Querfront. Stabil statt verschwurbelt. In Leipzig demonstriert Die Linke Sachsen, unterstützt von Linken Funktionär*innen und Mandatsträger*innen aus dem Rest der Republik  sowie der BAG Shalom  vor dem #linxxnet antifaschistische Solidarität – gegen eine „pro-palästinensische“ Anti-Antifa Demonstration – angemeldet von der stellv. BSW-Geschäftsführerin im Leipziger Stadtrat. Sie bleiben politisch stabil an einem Schauplatz mit Widersprüchen, die nicht nur semantischer Natur sind. Während sich  am Connewitzer Kreuz ein Trupp von maximal 300 „palästinasolidarischen“ Anti-Antifa- Aktivist*innen– mobilisiert von Handala Leipzig, Lotta_antifa und der BAG Palästinasolidarität...

Es gibt, auch am 17. Januar in Connewitz, kein richtiges Leben im falschen

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  TL;DR:  Am 17. Januar marschiert in Connewitz die Anti-Antifa – gegen Antifas. Es gibt kein richtiges Leben im falschen – und keinen Antifaschismus im antisemitischen Denken.  Eine Kolumne über den 17. Januar in Connewitz: Wie Antifaschismus zur Pose und Antisemitismus verharmlost wird. Antifaschismus wird zum Gesinnungstest: Wer nicht antizionistisch ist, fliegt raus. Der neue Feind? Alles, was nicht auf Pseudo Palästina Solidarischer Linie ist. Wie der „Antifaschismus“ zur Pose verkommt – und Connewitz zum Schlachtfeld innerlinker Neurosen wird.  Der Post wurde um 15:11 Uhr um ein  Ein Update zu Katja J., Handala und der BSW-Fraktion ergänzt, basierend auf mdr Informationen . Ein Viertel zwischen linksradikaler Folklore und veritabler Repression, ein Stadtteil, der Neonazis jahrzehntelang das Fürchten lehrte, steht am 17. Januar 2026 erneut im Fokus – doch diesmal kommt der Feind nicht in Springerstiefeln. Er trägt Palituch, ruft „Free Palestine“ und demo...